ROMANSHORN: Bühne frei für neues Team

Auch im nächsten Jahr wird es vier Kleinkunstveranstaltungen in der Aula der Primarschule Rebsamen geben. Das Bistro-Komitee macht in neuer Besetzung weiter.

Markus Schoch
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Das neue Bistro-Komitee mit Daniel Anthenien, Brigitte Senn, Monika Anthenien, Nicole Felix, Judith Goldinger und Harald Senn. (Bild: Reto Martin)

Das neue Bistro-Komitee mit Daniel Anthenien, Brigitte Senn, Monika Anthenien, Nicole Felix, Judith Goldinger und Harald Senn. (Bild: Reto Martin)

ROMANSHORN. Nach 17 Jahren ist doch noch nicht Schluss. Das Bistro-Komitee mit Ruedi und Eveline Meier, Claudia Ruckstuhl, Martina Perler, Gabi Senn und Anita Zech löst sich zwar im November nach über 70 Veranstaltungen auf. Die Kleinkunstabende in lockerer Atmosphäre mit Tischchen, Bar und Buffett wird es aber auch künftig in Romanshorn geben. Daniel und Monika Anthenien, Brigitte und Harald Senn, Judith Goldinger sowie Nicole Felix führen die Arbeit ihrer Vorgänger mit gleichem Konzept und ebenfalls ehrenamtlich weiter. «Es ist uns allen wichtig, dass die Veranstaltungsreihe nicht stirbt», betont Felix.

Alle im neuen Bistro-Team kannten die Kleinkunstszene bis vor kurzem nur aus Zuschauerperspektive. «Wir haben Respekt vor der Aufgabe», sagt darum Daniel Anthenien. «Uns alle reizt aber auch die Möglichkeit, etwas zu bewegen.»

«Wir müssen nicht bei null beginnen»

Es ist zudem kein Sprung ins kalte Wasser. «Wir hatten genügend Vorlaufzeit und Unterstützung», sagt Judith Goldinger. «Es ist ein fliessender Übergang.» Sie müssten nicht bei null beginnen: «Die Veranstaltungsreihe ist gut etabliert», ergänzt Brigitte Senn.

Wer einmal bei ihnen in Romanshorn aufgetreten sei, wolle in der Regel wiederkommen, sagte Ruedi Meier vom Bistro-Komitee Anfang Jahr gegenüber dieser Zeitung. «Wir werden mit Anfragen von Künstlern regelrecht überschwemmt.» Die Kunst sei, jeweils vier für das Jahresprogramm auszuwählen.

Das neue Bistro-Komitee hat diese Wahl bereits ein erstes Mal getroffen. «Das Programm fürs nächste Jahr steht», sagt Harald Senn. Die Verträge seien bereits fast alle unterschrieben. «Es war gar nicht so schwer», meint Monika Anthenien rückblickend.

Start mit Roger Stein ins neue Programm

Wichtig sei ihnen gewesen, eine gewisse Vielfalt zu bieten und auch für überraschende Momente zu sorgen. «Wir setzen nicht nur auf etablierte Künstler», betont Anthenien. Wer auf der Bühne der Primarschul-Aula stehen wird, bleibt noch ein Geheimnis. Nur so viel gibt das neue Bistro-Komitee preis: Den Anfang macht am 18. März Roger Stein, der dieses Jahr beim Kleinkunstfestival «Die Krönung» in Aadorf den ersten Preis gewann. Dort ist das neue Bistro-Komitee auch auf ihn aufmerksam geworden. Der Zürcher ist Autor, Musiker, Liedermacher, Singer-Songwriter und Komponist. Goldinger nennt ihn einen «tiefgründigen, humorvollen Chansonnier». Und sie freut sich wie ihre Kollegen auf den Auftritt. Wünschen würden sich die Organisatoren, dass Stein am Klavier auf der Bühne sitzt. «Das wäre schön und stimmungsvoll», sagt Daniel Anthenien. Wenn sich keines auftreiben lässt, nimmt Stein sein E-Piano mit.

Komitee hat sich als Verein organisiert

Das alte Bistro-Komitee war eine lose Vereinigung. Das neue Bistro-Komitee organisiert sich als Verein, dessen einzige Mitglieder der Vorstand sind. «Damit erreichen wir eine grössere Verbindlichkeit», sagt Daniel Anthenien. Im Schnitt besuchten 60 bis 70 Personen die Anlässe des Bistro-Komitees. Der Selbstfinanzierungsgrad liegt bei 80 Prozent.