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ROMANSHORN: Bewegende Erinnerungen

Kleinkunst ganz gross: Aline und Martin Del Torro nahmen die Bistro-Besucher am Samstagabend mit auf eine Reise voller Überraschungen.
Markus Bösch
Das Ehepaar Martin und Aline Del Torro schlüpft in diverse Rollen und Kostüme. (Bild: Markus Bösch)

Das Ehepaar Martin und Aline Del Torro schlüpft in diverse Rollen und Kostüme. (Bild: Markus Bösch)

Für einmal finden sich die Zuschauer auf der Bühne der Primarschulaula: um Platz zu machen für die Erinnerungen – «Souvenirs» – von Lily (Aline Del Torro) und ihrer Suche nach der grossen Liebe, sprich nach dem perfekten Mann. Alphonse (Martin Del Torro) steht ihr dabei bewegend und musikalisch zur Seite, indem er sich in eben jenen Jacques, Rodrigo, Fritz oder Iwan verwandelt.

Mit Charme entführt die Protagonistin in Zeiten, die wohl manchem Besucher so unbekannt nicht sein dürften: Wenn sie den balljonglierenden Jacques mit wehmütigen Akkordeonklängen umgarnt. Wenn der spanische Seemann Rodrigo den Knoten ihrer Liebe knüpft und auf magische Weise auch wieder löst. Wenn der präzise Fritz zwar den Salto auf Koffer und kleinstem Teppich vollbringt und trotzdem aus dem Jawohl ein Lebewohl wird. Vom englischen Liebesliedersänger auf Gitarrenklängen und auf dessen Schultern getragen, trifft sie dann auf ein eigentümliches Tier, das sich ganz einfach mit Popcorn dressieren lässt.

Schüler von Dimitri

Aline Del Torro ist im zweisprachigen Biel geboren, ihr Mann in Deutschland, aufgewachsen ist er aber in der Schweiz. Beide haben unter anderem die Dimitrischule absolviert und spielen mehrere Instrumente. Ihr Können zeigen sie, wenn Iwan mit Balalaika und Messern auftritt und Lily ihren magischen, starken und bescheuerten Mann gefunden hat. Und sie beide dies dann mit akrobatischen Bewegungen auch vor Augen führen.

Insgesamt werden die «Souvernirs» der Compagnie Pas de Deux, wie sie sich nennen, wohl in der Erinnerung der begeisterten Zuschauer bleiben – als Geschichten mit feinem Humor und überraschender Poesie. Bis vor Kurzem waren sie unterwegs mit einer Wanderbühne und Stücken wie «Die Wunderkiste» und «Die Glücksgeige». Um das zugehörige Zelt den offiziellen Normen anpassen zu können, sind sie auf Unterstützung angewiesen – und werden dann auch auf diese Weise wieder auf Reisen gehen.

Markus Bösch

romanshorn

@thurgauerzeitung.ch

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