ROMANSHORN: Bewährtes Fest, neuer Moderator

Die Vorbereitungen für das Nationenfest vom 17. Juni an der Hafenpromenade sind weit fortgeschritten. Mit Sabir Semsi erhält der Anlass einen neuen Moderator. Mit von der Partie sind 26 Nationen.

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Auch dieses Jahr soll das Nationenfest wieder bunt und lebendig werden. (Bild: PD)

Auch dieses Jahr soll das Nationenfest wieder bunt und lebendig werden. (Bild: PD)

Nach dem Fest ist vor dem Fest. Diesem Motto entsprechend haben die Nationenvertreter in den vergangenen Wochen und Monaten den letzten Grossanlass an der Hafenpromenade Revue passieren lassen, während bereits die Vorbereitungen für das nächste Fest anliefen.

«Wir arbeiten nicht nur für das Fest, sondern wollen aus dem Gewinn auch sinnvolle Projekte unterstützen», sagt Nationenfest-Präsident Manuel Bilgeri. Deshalb haben die Nationenfestler vom Erlös des vergangenen Grossanlasses 1000 Franken an ein Programm der Kinderkrebshilfe Schweiz gespendet. Dabei unterstützen Menschen, die bereits einmal an Krebs erkrankt waren, neu erkrankte Kinder bei der körperlichen, psychischen und sozialen Bewältigung ihres Leidens. Für eine nächste Spende hat das OK ein Kinderzirkus-Projekt im krisengeschüttelten Afghanistan ausgewählt. Es erlaubt Kindern das kurzzeitige Eintauchen in die unbeschwerte, bunte Zirkuswelt – sie können dabei ein Programm einüben, das für die Bevölkerung schliesslich auch zur Aufführung kommt.

Sabir Semsi ersetzt Manuel Bilgeri

Für das kommende Nationenfest angemeldet haben sich 26 Nationen. Nach mehreren Jahren der Abwesenheit wird Russland wieder mit dabei sein. Dazu kommt ein Gemeinschaftsstand, der von der Integrationsgruppe (IntegRo) und dem Solinetz betrieben wird.

Die augenfälligste Neuerung am nächsten Nationenfest betrifft die Funktion des Moderators. 2007 war Manuel Bilgeri an der Seite von Stöff Sutter Co-Moderator des Anlasses gewesen, danach führte er bis und mit letztes Jahr allein durch das Bühnenprogramm. Damit ist nun Schluss: «Ich habe das Fest sehr gerne moderiert, bin aber froh, in der Person von Sabir Semsi einen Nachfolger gefunden zu haben», sagt Bilgeri. Semsi ist in Romanshorn vom Sek-Radio her bereits bekannt, er hat auch bereits diverse andere Veranstaltungen moderiert.

Im Rückblick auf seine langjährige Moderatoren-Tätigkeit sagt Manuel Bilgeri, diese sei anspruchsvoll gewesen – insbesondere auch in Kombination mit der Funktion als Nationenfest-Präsident, die er seit 2014 innehat und die er auch behalten wird. Der Moderator ist nämlich auch für das Zusammenstellen des Programms zuständig, was einen beträchtlichen Aufwand mit sich bringt. Am Anlass selbst geht es teils hektisch zu. Manchmal kommt es zu kurzfristigen Umstellungen von Programmteilen, zudem muss der Moderator darauf achten, dass die jeweiligen Gruppen auch wirklich bereit für die Vorführung sind.

Der Blick von der Bühne ist ein Genuss

Besonders gerne erinnert sich Manuel Bilgeri an jene Darbietungen, die nicht wie die überwiegende Mehrheit der Programmpunkte aus Tanz oder Gesang bestanden. Er denkt dabei an Thaibox-Demonstrationen, Aufführungen mit afrikanischen Trommlern oder Alphorn-Konzerte. Speziell sei es jeweils auch gewesen, Kindertanzgruppen vor und nach ihren Auftritten zu beobachten – «vorher waren sie nervös und nachher sehr stolz», sagt Manuel Bilgeri.

Ein wahrer Genuss sei jeweils am Abend der Blick von der Bühne auf den gefüllten Festplatz gewesen. In jenen Momenten spürte Bilgeri besonders, wie sinnstiftend der Anlass ist: «Das Nationenfest stellt eine ausgezeichnete Möglichkeit für Schweizer und Ausländer dar, Vorurteile sowie Ängste abzubauen und zusammen friedlich zu feiern. Von daher ist der Anlass ein Meilenstein im Prozess der Integration ausländischer Menschen», sagt er. Die Vertreter der verschiedenen Nationen freuen sich schon jetzt auf ein lebendiges und friedliches Miteinander beim Nationenfest 2017. (dw)

www.nationenfest.ch