ROMANSHORN: Badespass der besonderen Art

Die Traglufthalle über dem Schwimmbecken im Seebad Romanshorn ist ein Novum in der Schweiz. Sie wird die erste sein mit Panoramafenster – und bietet den Badegästen Sicht auf den See.

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Visualisierung der Traglufthalle mit Fenster auf den See im Romanshorner Seebad. (Bild: Texlon HSP GmbH)

Visualisierung der Traglufthalle mit Fenster auf den See im Romanshorner Seebad. (Bild: Texlon HSP GmbH)

ROMANSHORN. Traglufthallen über Schwimmbecken gibt es einige in der Schweiz. Aber diejenige fürs Seebad in Romanshorn wird anders sein als alle anderen: Sie wird schweizweit die erste sein mit Panoramafenster. Die Badegäste haben damit Blick auf den Bodensee.

Auch die Hülle ist eine Neuentwicklung im Traglufthallenbereich. Sie ist dreilagig und weise Spitzenwerte in der Isolation auf, heisst es in einer Mitteilung der Genossenschaft Winterwasser. Dies führe zu markant weniger Heizbedarf. «Somit ist die Halle nicht nur optisch sehr ansprechend, sondern überzeugt auch bezüglich Ökologie und Ökonomie», schreiben die Initianten des Projektes. Ökologisch dahingehend, dass durch die hervorragende Isolation weniger Wärme entweicht und Energie gespart wird. Ökonomisch, weil hierdurch die Betriebskostenrechnung weniger belastet wird.

Stolz auf Projekt

«Wir sind begeistert und stolz, dass wir für die Bevölkerung diese phantastische Halle erstellen können», wird Genossenschafts-Präsident Hanspeter Gross in der Mitteilung zitiert.

Konstruiert wird die Schwimmhalle von der Firma Texlon HSP GmbH in Sarnen im Kanton Obwalden. Sie ist der Spezialist in der Schweiz für Traglufthallenbau und nutzt allerneueste Technik.

Mittlerweile liegt auch die Baubewilligung der Stadt vor, nachdem eine Einsprache gegen das Projekt gütlich bereinigt werden konnte. Im Oktober wird das 25-Meter-Becken im Seebad Romanshorn überdacht. Die Eröffnung der Halle und der Start des Badebetriebs ist auf Anfang November geplant.

Ersatz für Münsterlingen

Das Hallenbad Münsterlingen wird abgebrochen. Damit Schulen, Institutionen, Vereine und Privatpersonen in der Region künftig nicht «im Trockenen» stehen, haben sich zahlreiche Interessierte zur Genossenschaft Winterwasser zusammengeschlossen, um für Ersatz zu sorgen.

Die Finanzierung von Bau und Betrieb der Traglufthalle ist durch Beiträge von Gemeinden, Kanton, Sponsoren und Anteilscheine von Genossenschaftern gesichert. (red.)

www.winterwasser.ch

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