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ROMANSHORN: Aussergerichtliche Einigung

Bahnhöfli und Bermuda-Dreieck: Jahrelang zogen sich die Bauvorhaben hin. Jetzt haben die Einsprecher einen Kompromiss gefunden. Die Stadt hat bereits Baubewilligungen erteilt.
Tanja von Arx
Das Bahnhöfli-Areal in Romanshorn. Die bestehenden Gebäude werden bald abgerissen und Neubauten erstellt. (Bild: Donato Caspari)

Das Bahnhöfli-Areal in Romanshorn. Die bestehenden Gebäude werden bald abgerissen und Neubauten erstellt. (Bild: Donato Caspari)

Tanja von Arx

tanja.vonarx@thurgauerzeitung.ch

Es ging einfach nicht vorwärts. Sowohl beim sogenannten Bermuda-Dreieck als auch auf dem Areal des ehemaligen «Bahnhöfli» waren zwei Bauvorhaben durch Einsprachen blockiert, mitten im Zentrum von Romanshorn, das der Stadt ihr Gesicht gibt. Einerseits will die Kiwi Property Group AG die Pizzeria Corallo Blu und das ehemalige Hotel Hecht abreissen lassen, um einen terrassenförmigen Baukomplex mit Wohnungen und Gewerbeflächen zu erstellen. Andererseits beabsichtigt die Raiffeisen Pensionskasse Genossenschaft direkt nebenan ebenfalls zwei Wohn- und Gewerbehäuser zu realisieren. Vor allem die Raiffeisen hatte während fünf Jahren einen Hürdenlauf zu absolvieren: Zuerst entsprach das Siegerprojekt aus dem Architekturwettbewerb nicht den Anforderungen des Gestaltungsplans. Dann musste, obschon die Pläne angepasst wurden, der Gestaltungsplan geändert werden. Parallel dazu trat dann auch noch das neue Planungs- und Baugesetz in Kraft, was den Vorgang einmal mehr verzögerte.

Die Stolpersteine sind passé

Doch jetzt sollen die Stolpersteine endlich passé sein. Wie die Stadt auf Anfrage mitteilt, haben sich die Parteien unterdessen einigen können. Der zuständige Stadtrat Markus Fischer sagt, dass diese den gegenseitigen Rückzug des Rekurses beziehungsweise der Einsprache vereinbart hätten und bestätigt damit, was die «Thurgauer Zeitung» im Februar und August letzten Jahres durch Recherchen in Erfahrung brachte, nachdem die verantwortlichen Stellen eine Auskunft verweigert hatten: Nämlich, dass die Raiffeisen Einsprache gegen das Projekt der Kiwi machte, um Pfand in der Hand zu haben. Denn diese hatte zuerst von Rechtsmitteln Gebrauch gemacht.

Laut Fischer hat die städtische Baukommission im November 2017 den Weg für die Übereinkunft geebnet, indem sie zu Gesprächen eingeladen hat. Das kantonale Departement für Bau und Umwelt als Rekursinstanz habe daraufhin im Dezember Parteien und Stadt informiert, dass die Verfahren durch den Vergleich erledigt seien und abgeschrieben würden. «Der Entscheid ist unterdessen rechtskräftig», sagt Fischer.

Sowohl das Bauvorhaben der Kiwi als auch dasjenige der Raiffeisen verfügen nun über gültige Baubewilligungen. Die Stadt erachtet es ferner als wünschenswert, dass die Bautätigkeiten zeitlich auf die benachbarten Vorhaben abgestimmt würden. «Es bestehen Synergien im Bauablauf, insbesondere bei der gemeinsamen Tiefgarage», sagt der Stadtrat.

Abriss Anfang Februar

Beat Mäusli, Leiter Immobilien und Dienst bei Raiffeisen, sagt auf Nachfrage: «Wir werden Anfang Februar mit dem Abriss beginnen.» Danach werde eineinhalb Jahre lang gebaut. Francesco Leonardo Nucera, Verantwortlicher bei Kiwi, sagt indes: «Ich hoffe, Baubeginn ist schon demnächst.» Derzeit würden noch die Pläne überarbeitet.

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