ROMANSHORN: Abenteuerspielpatz Romanshorn: Der Widerstand ist noch nicht gebrochen

Die geplante Freizeitanlage der Schweizerischen Bodensee Schifffahrt auf der Bunkerwiese könnte ein Fall für die Gerichte werden. Ein Teil der Einsprecher überlegt sich, den Entscheid des Kantons weiter zu ziehen.
Markus Schoch
Blick vom See auf die geplante Freizeitanlage direkt bei der Hafeneinfahrt. (Bild: PD/ Susanne Fritz Architekten)

Blick vom See auf die geplante Freizeitanlage direkt bei der Hafeneinfahrt. (Bild: PD/ Susanne Fritz Architekten)

Für Silvan Mumenthaler von der «IG Bunkerwiese für alli...» gibt es eigentlich nichts zu diskutieren. Der Entscheid des Kantons kann so nicht stehen gelassen werden. Das Departement für Bau und Umwelt (DBU) hatte letzte Woche die Einsprache der IG und aller anderen über 40 Parteien abgewiesen und der Schweizerischen Bodensee Schifffahrt AG (SBS) die Konzession für Bau und Betrieb des Abenteuerspielplatzes auf der Bunkerwiese fast ohne Wenn und Aber erteilt (wir berichteten am letzten Freitag).

Mumenthaler hält den Entscheid des DBU für ein Gefälligkeitsurteil und würde sich wünschen, dass sich zumindest auch noch das Verwaltungsgericht als nächste Instanz zu den Plänen der SBS äussert. Nur: Es könnte jetzt relativ teuer werden Mumenthaler schätzt, dass es sie rund 15000 Franken kostet, wenn die Richter zum gleichen Urteil kommen sollten wie der Kanton. Die Kerngruppe der IG könne und wolle das Prozessrisiko nicht alleine tragen. «Wir brauchen die finanzielle Unterstützung der Bevölkerung und der über 1000 Personen, die sich mit ihrer Unterschrift auf der Petition seinerzeit gegen die Freizeitananlage gewehrt haben», stellt Mumenthaler klar. Das Problem: Es muss jetzt alles sehr schnell gehen. Die Einsprecher haben 20 Tage Zeit, den Entscheid des DBU weiter zu ziehen. Tatsächlich müssen die Würfel bereits in den nächsten Tagen fallen, da im Fall der IG der Anwalt gegebenenfalls Zeit braucht, um die Eingabe ans Verwaltungsgericht vorzubereiten. Mumenthaler ist zuversichtlich, dass es gelingen könnte, das nötige Geld zu sammeln.

Auch der Thurgauer Heimatschutz überlegt sich, den Fall weiter zu ziehen, sagt Geschäftsführer Gianni Christen. Voraussichtlich bis Ende Woche werde der Vorstand den Entscheid gefällt haben.

Eine der Attraktionen der geplanten Freizeitanlage sind zwei Aussichtstürme. (Bild: PD/ Susanne Fritz Architekten)

Eine der Attraktionen der geplanten Freizeitanlage sind zwei Aussichtstürme. (Bild: PD/ Susanne Fritz Architekten)

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