Roland Streit will Gemeindeammann bleiben

SALENSTEIN. Die Rechnungsversammlung solle nicht wieder eine Chropfleerete werden, sagte Gemeindeammann Roland Streit am Donnerstagabend zu Beginn. Der Rechnungsabschluss der Einheitsgemeinde bot den 98 anwesenden Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern auch keinen Grund zur Kritik.

Nicole D'orazio
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SALENSTEIN. Die Rechnungsversammlung solle nicht wieder eine Chropfleerete werden, sagte Gemeindeammann Roland Streit am Donnerstagabend zu Beginn. Der Rechnungsabschluss der Einheitsgemeinde bot den 98 anwesenden Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern auch keinen Grund zur Kritik. Sie schloss mit einem Gewinn von rund 959 000 Franken ab. Die Rechnung der Politischen Gemeinde schloss mit einem Vorschlag von 1,116 Millionen Franken anstelle eines budgetierten Verlustes von 2300 Franken ab. «Grund dafür sind ausserordentliche Erträge im Umfang von 841 000 Franken aus Steuererträgen und gut 200 000 Franken höhere Einnahmen bei den Grundstückgewinnsteuern», sagte Streit. «Das ist schön.»

Schule mit Verlust

Die Rechnung der Primarschule schliesst mit einem Verlust von rund 22 000 Franken ab. Auch die Wasserwerkrechnung (–153 000 Franken) und die Elektrizitätsrechnung (–52 000 Franken) weisen ein Minus auf. Die Abwasserwerkrechnung schliesst jedoch mit einem Gewinn von rund 70 000 Franken.

Einzelne Stimmbürger hatten im Vorfeld der Versammlung Fragen zu einzelnen Posten gestellt. Vor allem die höheren Tagungs- und Sitzungsgelder sowie Mehrausgaben bei Dienstleistungen wurden kritisiert. Streit begründete diese unter anderem mit höheren Ausgaben für Rechtsberatungen im Bauwesen und der Schlussrechnung eines zehnjährigen Gerichtsverfahrens. «Wir wollen das verlorene Vertrauen in den Gemeinderat wieder zurückgewinnen», sagte Streit. «Wir geben uns echt Mühe.»

Rückendeckung für Streit

Auch sonst fiel auf, dass sich nicht nur der Gemeindeammann mehrfach gegen die aufgekommene Opposition im Dorf wehrte, sondern sich auch Gemeinderäte in ihren Voten verteidigten und Streit den Rücken stärkten. Streit gab bekannt, dass er zu den Erneuerungswahlen antreten wird. «Der erste Sturm ist vorbei und ich möchte unsere gute Arbeit weiterführen», sagte er. Auch Schulpräsidentin Ewa Zwick stellt sich für eine weitere Amtsperiode zur Verfügung. Mit einer Standing Ovation wurde am Schluss Gemeindeschreiber Peter Bolliger für sein 25-Jahr-Jubiläum geehrt.

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