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ROGGWIL: Perle des Modernismus

Die katholische Kirchgemeinde eröffnete am Sonntag nach längerer Restaurierung die Kirche St. Otmar. Sie gilt als geglücktes Beispiel der Baukunst nach Le Corbusier.
Hedy Züger
Die Gäste versammelten sich im Anschluss an den Festgottesdienst vor der Kirche. (Bild: Hedy Züger)

Die Gäste versammelten sich im Anschluss an den Festgottesdienst vor der Kirche. (Bild: Hedy Züger)

Hedy Züger

arbon@thurgauerzeitung.ch

Vor 55 Jahren wurde die Kirche ins Grüne gebettet. Auf Wunsch des damaligen Pfarrers Josef Frei führten die St. Galler Architekten Weisser und Brantschen den Auftrag aus. Sie lehnten sich an den Baustil von Le Corbusier an.

Als «Weltarchitektur im Thurgau und eine Perle der modernen Kirchenbaukunst» bezeichnete Kirchenpräsident Dominik Diezi den Bau, der Stilelemente der berühmten Kirche von Ronchamp aufnahm. Ronchamp ist seit 60 Jahren Ausflugsziel und Wallfahrtsort. Nach gründlicher Innen- und Aussenrenovation durch Architekt Raffael Künzler erhielt die Kirchgemeinde Arbon-Roggwil ihr Gotteshaus zurück. Der Baukredit von rund 424000 Franken konnte dabei eingehalten werden.

Renovation soll die Kirche beleben

Künzler sagte, Architektur vermittle Sicherheit sowie Heimat und könne weit mehr werden. Roggwil erfülle dazu Grundbedingungen, wie Bescheidenheit und Einfachheit. In St. Otmar sei nur renoviert, nicht verändert worden. Verbessert habe man Energiebilanz, Akustik und weitere Technik. Gleichzeitig wies der Architekt auf den Lichteinfall und das schlichte Innere hin.

«Die schönste Kirche wäre ein totes Museum, würden keine Menschen kommen und sie beleben», sagte Pfarrer Henryk Walczak. Mit den Diakonen Matthias Rupper und Christian Fischer segnete er nach katholischem Ritus mit Weihrauch und Weihwasser die Mauern und die Menschen darin. Fischer überraschte in der Predigt mit interessantem Hintergrundwissen über die Kirche. Sie sei ein wichtiger Partner für den Staat und habe Eigenschaften, die hoffen lassen. Es sei gegen den Zeitgeist, für sie einzustehen, meinte Fischer, die Renovation sei umso wichtiger.

«Wir sind überzeugt, dass die Kirche notwendig ist, heute, in einer Zeit egozentrischen Denkens», sagte Dominik Diezi. Kirchen seien Glaubenszeichen, gleichzeitig bedeute Kirche Gemeinschaft. Glaube richte sich nicht nur an Gott selbst, Glaube richte sich immer auch an den Nächsten. An den Festgottesdienst schloss sich ein Apéro im Freien an, das eine freundliche Helfergruppe durchführte.

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