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ROGGWIL: Naturnah, aber nicht Bio

Die Obstsortensammlung stellt nicht auf Biolandbau um. Einen entsprechenden Antrag hat die Mitgliederversammlung verworfen. Man ist aber bestrebt, die Anlage möglichst naturnah zu bewirtschaften.
Trudi Krieg
Präsident Thomas Alder dankt der zurücktretenden Aktuarin Margrit Rathgeb. Es wird noch jemand für ihre Nachfolge gesucht. (Bild: Trudi Krieg)

Präsident Thomas Alder dankt der zurücktretenden Aktuarin Margrit Rathgeb. Es wird noch jemand für ihre Nachfolge gesucht. (Bild: Trudi Krieg)

Alle Vereinsmitglieder tragen ihren Teil dazu bei, die Bäume mit den alten Obstsorten in Hofen zu erhalten und zu pflegen. So hätten trotz Kälte 70 Mitglieder am Baumschnittkurs teilgenommen, erwähnte Präsident Thomas Alder im Jahresrückblick an der Hauptversammlung. Die Obstsortensammlung umfasst rund 400 Hochstammbäume mit ebensovielen Sorten Apfel-, Birn-, Zwetschgen-, Pflaumen-, Kirsch- und Nussbäumen.

Bio-Landbau sei ein hochaktuelles, auch emotionales Thema, das er versuche möglichst sachlich anzugehen, sagte Alder. An der Hauptversammlung 2017 hatte Christa Wellauer den Antrag gestellt, die Bewirtschaftung der Obstsortensammlung auf die Grundsätze des biologischen Landbaus umzustellen. Auf einen Antrag des Vorstands hin war beschlossen worden, erst an der Hauptversammlung 2018 darüber abzustimmen –nach vorherigen Abklärungen, wie gut sich Bio eigne für die Obstsortensammlung.

Bio-Landbau ist nicht überall geeignet

Der Vorstand habe sich mit den Vor- und Nachteilen des biologischen Landbaus auseinandergesetzt und die Resultate zur Meinungsbildung den Mitgliedern vor der Versammlung zukommen lassen, sagte Alder, der es verstand, die heftige Diskussion auf einer sachlichen Ebene zu halten. Der zurzeit in Hofen praktizierte Pflanzenschutz und die Düngung seien bereits auf ein Minimum reduziert. Pflanzenschutzmittel werden gemäss integrierter Produktion (IP) eingesetzt. Eine Umstellung auf Bio würde einen deutlich höheren Arbeitsaufwand bedeuten, höhere Kosten und schlechtere Qualität der Früchte, welche die Mitglieder als Lohn für ihre Arbeit erhalten. Die Obstsortensammlung solle zwar eine Vorbildfunktion haben, aber weil ganz verschiedene Bäume nebeneinander stehen, robuste und anfälligere, sei eine biologische Bewirtschaftung besonders schwierig. Wenn man beschliesse, auf biologische Richtlinien umzustellen, die vom Bund ganz klar definiert seien, könne man nicht einzelne Sorten, zum Beispiel Kirschen, davon ausnehmen.

Kurt Schläpfer beantragte, sich nochmals vertieft mit dem Thema auseinanderzusetzen und erst nach einem weiteren Jahr darüber abzustimmen. Erika Willi stellte den Antrag, in den nächsten zehn Jahren schrittweise Umstellungen in Richtung Bio vorzunehmen. Der Vorstand solle sich dabei von einer Fachstelle beraten lassen. Nach langer Diskussion wurde der Antrag auf Verschiebung wuchtig, der Antrag auf schrittweise Umstellung auf Bio knapp abgelehnt. Die Diskussion gab aber Denkanstösse. Man überprüfe weiter Planzenschutz und Düngemöglichkeiten im Vorstand. Wichtig sei aber nicht ein Label sondern der Erhalt der Bäume und auch der gute Zusammenhalt und die Zusammenarbeit im Verein, darin war man sich einig.

Trudi Krieg

arbon@thurgauerzeitung.ch

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