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ROGGWIL: Frucht, Finesse, Zweifarbigkeit

Im Hahnberg über der Morgental-Ebene gibt es noch einen alten Rebberg. Seit 34 Jahren pflegt Willi Bischofberger die Stöcke beim Schlossgut.
Hedy Züger
Willi Bischofberger hat die Reben fürs neue Wachstum hergerichtet. (Bild: Hedy Züger)

Willi Bischofberger hat die Reben fürs neue Wachstum hergerichtet. (Bild: Hedy Züger)

ROGGWIL. Schneeflocken sind bei Willi Bischofberger jetzt nicht mehr willkommen. Schliesslich hat er die 800 Rebstöcke im Hahnberg geschnitten. Jeder Stock trägt zwei Ruten, daran werden bald neue Knospen keimen. Viele Rebstöcke sind über fünfzig Jahre alt, aber vital geblieben.

Zeit und Wissen

Edlen Wein zu entwickeln, das ist zeitaufwendig und benötigt Fachkenntnis und Erfahrung. Weder zählt Bischofberger die Arbeitsstunden, die er den Reben widmet, noch notiert er, dass sie ihm auch schlaflose Nächte bereiten. Dies immer dann, wenn ein Schädling auftritt oder das Wetter seine Wünsche durchkreuzt. Die Pflege des Rebbergs bedeutet für ihn das allerschönste Hobby, er nimmt in Kauf, was es für ihn bereithält, Freude oder Missvergnügen.

Die Erntezeit

Die letzte Arbeit im Jahr ist jeweils die schönste, der Wimmet. Im Jahresdurchschnitt können Bischofberger und ein, zwei Helfer 800 Kilo Trauben ablesen. «Pro Kilo sind gut sieben Deziliter Rebsaft zu erwarten. Obwohl wir Blauburgunder anbauen, können sowohl Rot- als auch Weisswein, sogenannter Weissherbst, gekeltert werden», erklärt der Hobbywinzer, denn: «Der Saft der Sorte Blauburgunder ist ursprünglich weiss, die rote Farbe nimmt er erst nach dem Pressen an.» Qualität und Menge sind vom Wetter abhängig, werden aber vom Menschen mitbestimmt. Qualität und Quantität aufeinander abzustimmen, sei nicht ganz einfach, räumt Bischofberger sein.

Legendärer «Hahnberger»

Er hat einen Fachausweis als Meisterlandwirt erworben, war lange Zeit im Bereich Pflanzenschutz tätig und erweiterte seine Kenntnisse im Rebbau durch Kurse. Den Rebberg im Hahnberg – Besitzer ist Dölf Röösli – pflegt Willi Bischofberger bereits seit 34 Jahren. Er arbeitet nicht auf Lohnbasis, darf aber einen Teil des edlen Tropfens sein eigen nennen. Der «Hahnberger» wird im legendären Ochsentorggel in Thal gekeltert.

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