ROGGWIL: Der alte Geizkragen spendierte heisse Suppe

Im Roggwiler Wald begegnete die Pfadi Arbon einem alten Geizkragen und seinen Geistern. Sie halfen ihm, den Sinn von Weihnachten zu finden. Beim Feuerplatz wurden sie belohnt mit Punsch und Gerstensuppe.

Trudi Krieg
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Lieder singen am Lagerfeuer und dazu Gerstensuppe oder einen heissen Punsch geniessen. (Bild: Trudi Krieg)

Lieder singen am Lagerfeuer und dazu Gerstensuppe oder einen heissen Punsch geniessen. (Bild: Trudi Krieg)

Beim Eindunkeln versammelten sich am Samstag auf dem Ochsenplatz Roggwil Pfadfinder und ihre Leiter mit Eltern und weiteren Gästen. Abteilungsleiter Marcel Wirth v/o Phantomias begrüsste die Schar zur traditionellen Weihnachtsfeier.

Das Vorbereitungsteam habe sich in diesem Jahr für eine Geschichte ohne Weihnachtsmann entschieden, die aber viel mit weihnachtlicher Sinnsuche zu tun habe. Er forderte dazu auf, einem Leiter und seinem Zeichen zu folgen. Im Schein ihrer Fackeln zogen gross und klein grüppchenweise den Zeichen Christbaum, Stern, Herz oder Tanne folgend Richtung Wald.

Dort begegneten sie dem alten Geizkragen Ebenezer Scrooge, der hartherzig seinem Diener eine Lohnerhöhung verweigerte, obwohl dessen Kind im Sterben lag. Darauf wurde dieser von Geistern heimgesucht. Als er sich der kurzen Spanne seines noch verbleibenden Lebens durch ein Orakel bewusst wurde, wollten ihm die Kinder helfen, weihnachtliche Werte wie Zusammenhalt und Nächstenliebe wiederzufinden.

Ein Weihnachtsengel wurde gebastelt. Ein Gedicht wollten sie dem alten Geizkragen auch mitbringen.

Weihnachtsschmuck in den Tannen versteckt

Sechs Worte, von denen es vier enthalten soll, waren vorgegeben. Zuckerstreusel und Weihnachtskeks wurden in Reime eingebunden, Sägemehl nur als «mische es niemals hinein», und der Osterhase fand gar keinen Platz: «Mami heb mini Händsche, dänn chani go chlettere», liess ein Knirps verlauten, als es galt, Weihnachtsschmuck an den Tannen zu suchen. Aber das Geglitzer hing nicht weit oben im Jungwald. Der Stern führte zwischendurch weder nach Bethlehem noch zur Gerstensuppe, aber man konnte ja umkehren und fand den Weg wieder. Bei der Feuerstelle wartete der alte Geizkragen schon auf die Kinder und freute sich daran, dass sie ihm den Sinn von Weihnachten aufgezeigt hatten. Gar nicht mehr geizig, lud er alle zum Festmahl mit Gerstensuppe, Punsch und Kuchen ein. Phantomias holte seine Gitarre hervor, und wenn nicht der Nebel gewesen wäre, hätte ein Stern, vielleicht der von Bethlehem, auf die im Fackelschein Weihnachtslieder singende Runde im Wald hernieder geblinkt.