Rockige Rhythmen und Reime

Über 100 Besucher wollten sich den Lieder-Poesie-Abend im Museum mit dem A-cappella-Chor fabe up und dem Verseschmied Christoph Sutter nicht entgehen lassen.

Markus Bösch
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Mit Sonnenbrille: Der A-cappella-Chor fabe up riss die Besucher im Museum mit seinem Auftritt mit. (Bild: Markus Bösch)

Mit Sonnenbrille: Der A-cappella-Chor fabe up riss die Besucher im Museum mit seinem Auftritt mit. (Bild: Markus Bösch)

Das Museum am Hafen war am Freitagabend bis auf den letzten Stuhl besetzt, als der einheimische Stöff Sutter den 12köpfigen A-cappella-Chor fabe up in Reimform begrüsste: Dieser bot vielschichtigen, weil mehrstimmigen Chorgesang in überaus charmantem Auftritt und Outfit dar: Von den Beach Boys zu den Beatles, von Sting zu Peter Kreuder reichte das Répertoire, mit dem das Ensemble an diesem Abend sehr zu gefallen wusste. Unter der Leitung von Fabian Huber sangen die Männer und Frauen von Tieren («ich wollt', ich wär' ein Huhn») und unterhielten mit «Let me entertain you» und «I wonder why». Getragen vom Respekt vor der Musik, trugen sie mit Unbeschwertheit und gleichzeitig Präzision und Können ein Programm vor, das dem Publikum noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Aus dem Alltäglichen das Poetische gewinnen: Geschrieben aufs Taschentuch oder während Jahren herumgetragen, nehmen die Themen und Worte manchmal sofort und auch länger Gestalt an, erzählte Sutter, der mit seinen Versen ebenfalls zu begeistern wusste: Einmal war es Dada und ein andermal die Sinnfrage, wenn Herbstblätter zum letzten Tanz einladen. Hier ging es um den Mann, der beim Pinkeln von der Mücke gestochen wird, da um die «grausige Vorstellung, wenn die im Magen angekommenen Pommes wieder hochkommen, um den Besitzer dieses Magens anzusehen».

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