Roadster für den Weltmeister

Am Sonntagabend haben die Bürgler ihre Schützen in der Heimat empfangen. Unter ihnen ist auch der frischgebackene Weltmeister im Armbrustschiessen.

Rudolf Steiner
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Armbrustweltmeister Joel Brüschweiler mit Fähnrich Mark Graf im Roadster Excalibur am Empfang der Schützenvereine Bürglen. (Bild: Rudolf Steiner)

Armbrustweltmeister Joel Brüschweiler mit Fähnrich Mark Graf im Roadster Excalibur am Empfang der Schützenvereine Bürglen. (Bild: Rudolf Steiner)

BÜRGLEN. Dass die Schützenvereine in der Bevölkerung traditionell gut verwurzelt sind, zeigte der eindrückliche Publikumsaufmarsch am späten Sonntagnachmittag beim Bahnhof in Bürglen. Mehrere hundert Bürgler und Bürglerinnen sowie viele Mitglieder der diversen Dorfvereine mit ihren Fähnrichen und wehenden Fahnen säumten die Strasse vor dem Bahnhof. Mittendrin stand ein imposanter weisser Excalibur Roadster mit Chauffeur Marc Haller, daneben umringt von vielen Vereinskollegen ein junger Mann mit einer in der Abendsonne glitzernden Medaillensammlung um den Hals. Es ist Joel Brüschweiler aus Hefenhofen, der 22jährige frischgebackene dreifache Weltmeister im Armbrustschiessen.

Weltmeister im fernen Osten

Neben den drei WM-Titeln U23 im Kniend- und Stehendschiessen über 30 Meter einzeln und mit der Schweizer Nationalmannschaft holte er sich an der WM im russischen Ulan Ude, 5500 km östlich von Moskau in Burjatien auch noch den Vize-WM-Titel U23 einzel über 10 Meter stehend. Das war für die Gemeinde Grund genug, neben dem Empfang der erfolgreichen Schützen von der Schützengesellschaft Leimbach und dem Schützen- und Pistolenschützenverein Bürglen am Eidgenössischen Schützenfest 2015 in Raron/Visp auch die Leistungen Brüschweilers zu feiern.

Im Dorfverein gewachsen

Obwohl Brüschweiler nicht in der Gemeinde Bürglen wohnt, zeigten sich die Bürgler und Bürglerinnen stolz auf die Leistungen des Mitglieds des Armbrustschützenvereins, das im offenen Roadster zum Feuerwehrdepot gefahren wurde. Dort würdigten in kurzen Ansprachen sowohl Gemeinderat Patrick König als auch Markus Schönholzer, der Vizepräsident des Thurgauischen Armbrustschützenverbandes, die Leistungen des jungen Sportlers, der nebst seiner 100-Prozent-Stelle als Informatiker jede Woche 25 Stunden das Schiessen trainiert.

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