Ringer auf Titeljagd in Weinfelden

Die Ringerriege Weinfelden war am Samstag Gastgeber für die Schweizer Meisterschaft der Frauen und Männer im Freistil. Unter die Teilnehmer mischte sich auch die Schwingerkönigin. Das Sportspektakel lockte viele Zuschauer in die Güttingersreuti.

Susanna Burgmer
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Viele Zuschauer verfolgen die Ringkämpfe in der Güttingersreuti. (Bilder: Susanna Burgmer)

Viele Zuschauer verfolgen die Ringkämpfe in der Güttingersreuti. (Bilder: Susanna Burgmer)

WEINFELDEN. Die Parkplätze sind alle belegt und genau so rappelvoll ist es auch in der Sporthalle der Güttingersreuti. Mehrere hundert Ringerinnen und Ringer aus der ganzen Schweiz, ihre Angehörigen und Sportfans versammeln sich in der Sporthalle. Die Zwischenrufe der sportbegeisterten Besucher sind schon von draussen zu hören. Die Vorrunden sind im vollen Gange. In der Kampfarena wird gekämpft, was das Zeug hält. Alle Sportler haben nur ein Ziel – den Schweizer Meistertitel.

Drei Ringe in der grossen Halle

Zeitgleich wird auf drei Ringen gekämpft. Die 21jährige Weinfelderin Nathalie Rieser, Hoffnungsträgerin auf eine Medaille, muss gegen Nadine Tokar der Ringerriege Freiamt antreten. Die beiden Damen der 58-Kilo-Gewichtsklasse schenken sich nichts. Arme und Beine sind teilweise so unbequem ineinanderverhaspelt, dass als Zuschauer kaum auszumachen ist, welche Hand und welches Bein jetzt zu wem gehört. Während der halbminütigen Pause fächern die Coaches wild mit Tüchern, um die hochroten Köpfe ihrer Kämpferinnen abzukühlen, bevor der zweite Teil des Kampfes angepfiffen wird und die Frauen wieder zupacken.

Tänzelnde Schiedsrichter

Bei den Männern geht es noch schonungsloser zur Sache und es wird spannender Ringsport gezeigt. Die Schiedsrichter tänzeln um die verschlungenen Körper und spähen mit wachsamen Blicken nach möglichen Fouls. «Der Ringsport hat sich während der Jahre nicht gross verändert. Nur die Regeln werden immer mal wieder angepasst», sagt Pressechef Michi Inauen. Nicht zu übersehen sind die altmodischen roten und blauen Einteiler der Sportler. Auch noch so gut trainierte Körper können diese Kluft optisch nicht aufwerten.

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