Riegel gegen Skatepark im Seepark

ARBON. Im Seeparkareal sollen mindestens in den nächsten fünf Jahren keine festen Bauten erstellt werden dürfen. Das Moratorium, das Andrea Vonlanthen verlangt, zielt gegen weiter köchelnde Pläne einer Skateanlage.

Max Eichenberger
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Den Seepark findet der Motionär für eine Skateanlage nicht geeignet. (Bild: Max Eichenberger)

Den Seepark findet der Motionär für eine Skateanlage nicht geeignet. (Bild: Max Eichenberger)

300 000 Franken sollte das Parlament auf stadträtlichen Antrag hin sprechen als Beitrag der Stadt an die Gesamtkosten von 477 000 Franken für einen Skatepark mit Street und Bowl. Doch haben sich im Februar die Volksvertreter mehrheitlich gegen das Vorhaben ausgesprochen. Geplant gewesen wäre der Skatepark westlich des Saals.

Hintertürchen schliessen

Das Projekt geht zurück auf eine Petition, welche Jugendliche vor vier Jahren lancierten. Sie brachten für ihr Anliegen fast 800 Unterschriften bei. Stadtammann Martin Klöti hielt trotz der Abfuhr den Initianten, dem Verein Pro Skatepark, nach der Abstimmung ein Hintertürchen offen. Der Stadtrat könne einen Betrag sprechen und werde mit dem Verein in dieser Sache sprechen.

Aktivitäten in dieser Richtung will Andrea Vonlanthen (SVP) nun einen Riegel schieben. In einer Motion verlangt er ein mindestens fünfjähriges Moratorium zur Erstellung fester Bauten auf dem Aufschüttungsgelände beim Seeparkareal. Das Parlament hatte zwar am 21. Februar einen Skaterpark-Beitrag abgelehnt, aber einen Antrag angenommen, wonach die Stadt dem Verein das Land für den Bau einer Skateparkanlage kostenlos überlässt. Dies unter der Auflage, dass der Skatepark innerhalb von zwei Jahren zu errichten sei. Ansonsten fiele die Zusprache des Landes dahin.

Verhandlungsaktivitäten lassen Vonlanthen nun befürchten, dass im Seepark in absehbarer Zeit doch eine markante Baute entstehen könnte.

«Seepark völlig ungeeignet»

Diese Aussicht werde in breiten Teilen der Bevölkerung mit Unverständnis aufgenommen. Der Standort beim Seeparksaal werde als «völlig ungeeignet» für eine Skateanlage betrachtet. Im Parlament hatte es auch solche Stimmen gegeben. «Nahe bei einem Naturschutzgebiet und mitten in einem bevorzugten Erholungsgebiet für die einheimische Bevölkerung und für auswärtige Nutzer soll keine Betonbaute mehr erstellt werden», fordert Vonlanthen. Das Areal soll verschont werden «vor Unordnung und Verschmutzung, wie sie Anlagen dieser Art unweigerlich mit sich bringen».