Richtplan nennt neue Ziele

WEINFELDEN. Den Verkehr auf der Umfahrung verflüssigen und den Transitverkehr aus dem Dorf nehmen: Das sind zwei Ziele des Weinfelder Gemeinderats.

Esther Simon
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Informierten über Verkehrsfragen: Gemeindeammann Max Vögeli (links) und Martin Belz, der Chef des Weinfelder Bauamtes. (Bild: edc)

Informierten über Verkehrsfragen: Gemeindeammann Max Vögeli (links) und Martin Belz, der Chef des Weinfelder Bauamtes. (Bild: edc)

Der Verkehrsrichtplan ist ein behördenverbindliches, langfristiges Verkehrsplanungs-Instrument der Gemeinde Weinfelden. Weil der Gemeinderat die Teilrevision des aus dem Jahre 1997 stammenden Richtplans abgeschlossen hat und diese Revision vom 3. bis 23. Dezember öffentlich auflegt, informierte der Chef des Weinfelder Bauamtes, Martin Belz, gestern im Rathaus über einige Kernpunkte der Teilrevision.

Drei Bahnhaltestellen

Belz betonte, dass man bei der Teilrevision das Rad nicht neu habe erfinden müssen. Beibehalten wurde insbesondere auch die Struktur mit den fünf Teilrichtplänen. Diese zeigen zum Beispiel auf, wo neue Begegnungszonen, künftige Tempo-30-Zonen und Haltestellen für den öffentlichen Verkehr denkbar und möglich wären.

Im Teilrichtplan öffentlicher Verkehr sind beispielsweise Bahnhaltestellen in der Industriezone, im Quartier Gontershofen und bei der Güttingersreuti eingezeichnet. Der Zeitpunkt der Realisierung von Bodensee-Thurtalstrasse/Ottenbergtunnel sei für den Verkehrsrichtplan nicht matchentscheidend, sagte Belz.

Gemeindeammann Max Vögeli betonte an der Medienkonferenz, dass die Gemeinde immer wieder sinnvolle Lösungen zur Verbesserung für alle Verkehrsteilnehmer suche, die technisch umsetzbar und vor allem auch finanzierbar seien.

Der Gemeindeammann stellte gestern das Gesamtkonzept übergeordneter Verkehr vor, das die gegenwärtigen und vorgesehenen Massnahmen zur Erreichung von im Verkehrsrichtplan festgeschriebenen Zielen enthält. Erklärte Ziele sind demnach eine Attraktivitätssteigerung und somit Verflüssigung des Verkehrs auf der Deucher-, Dufour-, Dunantstrasse, andererseits die Verlagerung des Transitverkehrs von der Bahnhof-/Lagerstrasse auf die Umfahrung.

Nachdem der Bau des ovalen Kreisels im Westen praktisch fertig ist, sind zwei weitere Kreisel auf den Kreuzungen Wilerstrasse sowie Industriestrasse vorgesehen. Sodann soll die Schulwegsicherheit beim Paul-Reinhart-Schulhaus optimiert werden.

Verlängerung bis Jacks Café

Erklärtes Ziel ist ebenfalls, die Interessen anderer Verkehrsteilnehmer wie der Radfahrer und Fussgänger zu berücksichtigen. So ist beim Bahnhof eine Verlängerung des Mittelstreifens bis zu Jacks Café vorgesehen.

Im Sinne einer Informationsdienstleistung verschickt die Gemeinde eine Info-Zeitung an die Weinfelder Haushaltungen.

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