Reitsportzentrum Thurfeld: Ausbildungs- und Wettkampfort

SULGEN. Das seit fünf Jahren von Sascha Stauffer geführte Reitsportzentrum Thurfeld ist nicht nur eine beliebte Aus- und Weiterbildungsstätte. Die hier durchgeführten Prüfungen locken auch regelmässig Reiter von Rang und Namen nach Sulgen.

Georg Stelzner
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Unter Sascha Stauffer hat sich das Reitsportzentrum Thurfeld zu einer anerkannten und vielbeachteten Einrichtung entwickelt. (Bild: Georg Stelzner)

Unter Sascha Stauffer hat sich das Reitsportzentrum Thurfeld zu einer anerkannten und vielbeachteten Einrichtung entwickelt. (Bild: Georg Stelzner)

Am heute beginnenden und bis nächsten Sonntag dauernden Hallenconcours im Reitsportzentrum Thurfeld können vom pferdesportinteressierten Publikum rund 1200 Ritte mitverfolgt werden. Der Anlass hat mittlerweile schon eine kleine Tradition. Der Termin im Herbst ist kein Zufall, wie Sascha Stauffer erklärt: «Zu diesem Zeitpunkt stellt er eine willkommene Gelegenheit dar, sich auf die Hallensaison vorzubereiten.» Erstmals gehe die Veranstaltung aber schon im Oktober über die Bühne. Im Frühling würden sich jeweils die Dressurreiter messen, während im Sommer ein Tag der Jugend stattfinde.

Von Solothurn nach Sulgen

Bevor Sascha Stauffer im Jahr 2003 die Sulger Reitsportanlage von Familie Moggi übernahm, war er als Betriebsleiter in einem Solothurner Reitstall tätig. «Ich wollte mich selbständig machen und hielt deshalb Ausschau nach einem Betrieb, den ich für geeignet hielt, um meine Vorstellungen verwirklichen zu können.» Stauffer setzte sich zum Ziel, in Sulgen ein Reitsportzentrum zu etablieren, das eine breite Palette an Dienstleistungen abdecken würde. «In den ersten Jahren habe ich speziell darauf geachtet, den Betrieb auf ein solides Fundament zu stellen, zumal die Konkurrenz im Thurgau gross ist», sagt Stauffer. Wer sich heute auf dem Areal umsieht, wird feststellen, dass dem eidgenössisch diplomierten Reitlehrer dieses Vorhaben gelungen ist. Das Reitsportzentrum Thurfeld hat sich nicht nur als Austragungsort von Spring- und Dressurprüfungen einen Namen gemacht, sondern geniesst auch als Aus- und Weiterbildungsstätte für Reiter und Sportpferde einen guten Ruf. Investiert wurde auch in die Infrastruktur: Nachdem die Zahl der Pferdeboxen um 14 Einheiten erhöht worden ist, stehen heute deren 46 zur Verfügung (22 davon sind Pensionsboxen). Neben dem Ehepaar Stauffer arbeiten auch sechs Angestellte (Bereiter, Pferdepfleger und Hilfskräfte) im Betrieb. «Meine Frau Karin erledigt die Büroarbeiten und kümmert sich um die Organisation der Veranstaltungen», sagt Sascha Stauffer zur Arbeitsteilung.

Finanzierbares Hobby

Dem Vorurteil, dass Reiten ein Privileg begüterter Kreise sei, widerspricht Stauffer: «Ein Kind bezahlt bei uns für eine Reitstunde 30 Franken, und es ist auch nicht Bedingung, ein eigenes Pferd zu besitzen. Wir stellen sogenannte Pflegepferde zur Verfügung, zu denen man eine Beziehung aufbauen und für die man Verantwortung übernehmen kann.» Die Entscheidung, auch Concours durchzuführen, begründet Stauffer so: «Einerseits wirken solche Veranstaltungen für alle Beteiligten motivierend, andererseits sind sie werbetechnisch interessant.»