Reitplatz fast wie ein Trampolin

Sulgen erlebte drei Bilderbuch-Pferdesporttage. Hochstehender Reitsport und an allen drei Tagen viele Zuschauer prägten den Anlass auf dem Reitplatz Im Grund.

Rudolf Käser
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An der Hauptprüfung am Sonntag waren ausgezeichnete Ritte zu sehen. (Bild: Rudolf Käser)

An der Hauptprüfung am Sonntag waren ausgezeichnete Ritte zu sehen. (Bild: Rudolf Käser)

Sulgen. Der OK-Präsident der Sulger Pferdesporttage, Roger Hess, war bereits vor Beendigung der letzten Prüfung überglücklich. «Alles passte optimal: Viele Nennungen, ausgezeichneter Reitsport, viele Zuschauer und ideale Witterungsverhältnisse», lautete sein Fazit. Sulgen bildete von Freitag bis Sonntag das Reitsport-Mekka der Nordostschweiz. An zehn Prüfungen ertönte über 780mal die Glocke für den Concours-Start. Dabei hatte das OK am Donnerstag noch erheblichen Bammel: Es regnete wie aus Kübeln.

Von Nässe war an den drei Concours-Tagen wenig zu spüren. Nicht einmal kurzzeitige Regengüsse am Sonntag konnten dem Boden etwas anhaben – im Gegenteil, wie Hess bemerkte. «Der leicht aufgeweichte Platz wirkt fast wie ein Trampolin.»

Liechtensteiner Erfolg

So gut wie der Platz war, so ausgezeichnete Ritte waren zu beklatschen.

Insbesondere bei der OKV-Qualifikations-Prüfung vom Samstag und beim Grossen Preis der Thurgauer Kantonalbank am Sonntagnachmittag wurde sehenswerter Reitsport geboten. Böse Stürze blieben aus.

Traditionell bildete der Sonntagnachmittag den Höhepunkt. Parcoursbauer Louis Baumgartner hatte wie so oft das richtige Gespür bewiesen. Zwölf Reiterinnen und Reiter schafften mit Nullfehler-Ritten den Einzug ins Stechen.

«Es hat so genau gepasst und ich habe nie gezweifelt, dass es anders kommen würde», lachte der Parcoursbau-Fachmann. Zufrieden mit dem Parcours war sicher auch die Liechtensteiner Siegerin Ania Maria Kaiser (Schellenberg). Sie war unter den vier Nullfehler-Ritten des Stechens mit der elfjährigen Stute Wolga Queen die absolut Schnellste.

Reitclub Sulgen glänzte

Zu überzeugen vermochten in der Hauptprüfung auch Reiter der Region, zumindest im Normalparcours. Der Sulger Sascha Stauffer auf Armageddon und der Kradolfer Marek Krupa auf Costa de Luxe hatten jedoch im abschliessenden Stechen weniger Glück.

Auch der Reitclub Sulgen glänzte. In der wertvollen Mannschaftsprüfung um die Qualifikation für den Final des OKV-Cups schufen sich die einheimischen Roger Hess, Andrea Rietmann, Manuela Kradolfer und Thomas Blatter dank einem starken vierten Platz eine vielversprechende Ausgangslage.

Sie dürfen sich vor der abschliessenden Qualifikationsprüfung in einer Woche in Egnach berechtigte Hoffnungen machen, den Final vom 12. September in Balzers zu erreichen.

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