REGION: Zwei Förster für 1530 Hektaren

Die Forstreviere Bischofszell und Zihlschlacht haben sich unter dem Namen Aach-Thur-Sitter zusammengeschlossen. Zum ersten Präsidenten wählten die Waldbesitzer einstimmig Josef Grob.

Barbara Hettich
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Über die harmonisch verlaufene Gründung des neuen Forstreviers freuen sich Präsident Josef Grob, Regierungsrätin Carmen Haag, Kantonsforstingenieur Daniel Böhi und Tagespräsident Willi Brenner. (Bild: Barbara Hettich)

Über die harmonisch verlaufene Gründung des neuen Forstreviers freuen sich Präsident Josef Grob, Regierungsrätin Carmen Haag, Kantonsforstingenieur Daniel Böhi und Tagespräsident Willi Brenner. (Bild: Barbara Hettich)

REGION. An den Auflösungsversammlungen im Frühling dieses Jahres haben die Waldbesitzer der Forst-reviere Bischofszell und Zihlschlacht nahezu einstimmig einem Zusammenschluss zugestimmt. Dies liess erwarten, dass es an der Gründungsversammlung des neuen Forstreviers am Dienstagabend keine grossen Diskussionen mehr geben würde. Und so war es dann auch.

Willi Brenner, Präsident des Forstreviers Zihlschlacht, führte als Tagespräsident durch die Versammlung in der «Hirscheschür», die einen würdigen Rahmen für eine Versammlung von Waldbesitzern bot. Brenner durfte insgesamt 155 Waldbesitzer sowie die Thurgauer Regierungsmitglieder Carmen Haag und Jakob Stark willkommen heissen.

Das neue Forstrevier umfasst 1530 Hektaren Wald im Raum Amriswil, Bischofszell und Sulgen. Zum Präsidenten erkoren die Waldbesitzer einstimmig Josef Grob, den Präsidenten des Forstreviers Bischofszell. Er bringe das nötige Rüstzeug mit, hatte ihn Brenner zur Wahl empfohlen.

Die Wahl der Förster ist Sache des Vorstandes

In den Vorstand gewählt wurden Pius Angehrn aus Amriswil, Ernst Engeler aus Bischofszell, Ruedi Frieden aus Hohentannen, Peter Lang aus Schweizersholz, Stephan Steger aus Zihlschlacht und Annamarie Zeberli aus Sitterdorf. Als Rechnungsrevisoren fungieren Bruno Fehr aus Kradolf und Elmar Hengartner aus Bischofszell, als Suppleant ist Hansjürg Altwegg aus Sulgen tätig. Der neue Vorstand wird ab sofort die Arbeit aufnehmen, damit die neue Forstrevierkörperschaft am 1. Januar 2017 starten kann.

Mit grossem Mehr wurde auch der neue Name, Forstrevier Aach-Thur-Sitter, abgesegnet. Ebenso die Statuten: Neu werden die Förster vom Vorstand gewählt; Nicht-Waldbesitzer können von der Versammlung als Mitglieder aufgenommen werden, und mindestens alle zwei Jahre muss eine Rechnungs- und Budgetversammlung durchgeführt werden. Dies sei sinnvoll, denn mit den zahlreichen Kleinstwaldbesitzern müssten insgesamt jeweils 1200 Einladungen verschickt werden, argumentierte Brenner. Der Mitgliederbeitrag wurde wie folgt festgesetzt: ein Sockelbeitrag von 20 Franken und 30 Franken pro Hektar Wald.

«Die Bischofszeller haben das grosse Los gezogen», stellte Brenner fest. Sie werden künftig nicht nur weniger Mitgliederbeiträge bezahlen, sondern bringen mit rund 46 000 Franken im Gegensatz zu Zihlschlacht mit rund 400 000 Franken weit weniger Vermögen ein. Grund dafür: Das Forstrevier Bischofszell wurde erst vor sieben Jahren gegründet. Es konnte in dieser Zeit nicht so viel Vermögen äufnen. Das Budget des neuen Forstreviers sieht bei Einnahmen von 327 300 Franken ein Defizit von 44 100 Franken vor. Grund dafür ist die Beschaffung eines zweiten Revierautos. Jürgen Steffen und neu Matthias Tanner werden das neue Forstrevier gemeinsam betreuen. Peter Plüer wird in seine Heimat an den Untersee zurückkehren.

Gratulation und aufmunternde Worte

Regierungsrätin Carmen Haag, Chefin des Departements für Bau und Umwelt, gratulierte der Versammlung zu ihrem neuen, starken Forstrevier. «Die Holzpreise sind tief und doch muss Pflege sein. Dennoch: Sie sind Glückspilze! Sie dürfen ein Stück Land mit schönen Bäumen Ihr Eigen nennen, die ungeachtet der Preise weiterwachsen.»