Rauhe Töne stören nicht

Wenn auch härter verhandelt werde als früher, so laufe die grenzüberschreitende Zusammenarbeit doch gut, sagte Stadtammann Andreas Netzle am Martini-Apéro.

Maya Mussilier
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Christian Neuweiler (l.) und Claudius Marx freuen sich über den Zulauf am Martini-Apéro. (Bild: Nana do Carmo)

Christian Neuweiler (l.) und Claudius Marx freuen sich über den Zulauf am Martini-Apéro. (Bild: Nana do Carmo)

Kreuzlingen. Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit funktioniere gut, wenn auch der Ton seit der Neubesetzung des Kreuzlinger Stadtrates etwas rauher geworden sei, meinte Andreas Netzle, Stadtammann von Kreuzlingen zur Beziehung zwischen den beiden Städten. Für das trotzdem gute Verhältnis spreche, dass insgesamt über 20 nachbarschaftliche Projekte am laufen seien.

Jeder fünfte Deutscher

Mit einem Augenzwinkern wies Netzle am Martini-Apéro des Arbeitgeberverbandes Kreuzlingen (AGV) und der Industrie- und Handelskammer Hochrhein-Bodensee (IHK) darauf hin, dass Konstanz einige für Kreuzlingen wichtige Grundstücke sein Eigen nenne, dafür der grosse Bevölkerungswachstum in Kreuzlingen vor allem auf deutsche Zuzüger zurückzuführen sei. Ende Oktober lebten in Kreuzlingen 4012 Deutsche, was 21,2 Prozent der Bevölkerung entspricht.

Das grösste Potenzial in der zukünftigen Zusammenarbeit sieht Netzle beim Agglomerationsprogramm. So müssten im Bereich Verkehr zusammen gute Lösungen gefunden werden, betonte der Stadtammann.

Tageszeitung unverzichtbar

Als zweiter Referent sprach der Chefredaktor des «Südkuriers» über den Wandel in der Medienlandschaft. Keine Frage, es habe sich viel verändert, so Thomas Satinsky.

Als Auslöser sieht er insbesondere das Internet, welches eine andere Form der Informationsmöglichkeiten schaffe. Sei der Journalist früher ein Verkünder gewesen, so dürfe er heute den Dialog nicht scheuen. Das Internet habe den Journalismus verbessert, weil es mehr Sichtweisen ermögliche. Satinsky ist aber überzeugt, dass die Tageszeitung trotz Internet auch in Zukunft unverzichtbar sei. Im Gegensatz zu früher habe allerdings ein reines Zeitungshaus keine Überlebenschance mehr.

Mehrere Standbeine seien nötig. Dennoch glaube sein Verlag an die Printmedien und habe deshalb 30 Millionen Euro in den Neubau der Druckerei gesteckt.

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