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Quartiervereine wollen Diskussion anstossen

Die vier Präsidenten machen sich Sorgen wegen dem bislang bescheidenen Interesse am Stadthaus-Projekt.
Martina Eggenberger Lenz
Rainer Keller Quartierverein Egelshofen (Bild: PD)

Rainer Keller Quartierverein Egelshofen (Bild: PD)

Es ist einer der wichtigsten Volksentscheide der letzten Jahrzehnte und trotzdem ist es im Vorfeld der Stadthaus-Abstimmung bislang erstaunlich ruhig. Zu ruhig, finden die vier Präsidenten der Quartiervereine Kurzrickenbach, Bodan, Emmishofen und Egelshofen.

Am 27. November geht es an der Urne um nicht weniger als 47,5 Millionen Franken für ein neues Stadthaus mit Tiefgarage und Festwiese auf dem Bärenplatz. «Und doch scheint uns, dass die Meinungen in der Bevölkerung entweder bereits vorgefertigt oder noch gar nicht gemacht sind», sagt Rainer Keller, Präsident des Quartiervereins Egelshofen. Er habe den Eindruck, viele seien «noch nicht aufgewacht». Gezeigt habe sich das zum Beispiel am schlecht besuchten Tag der offenen Verwaltung Anfang Monat.

Befürworter waren einfacher zu finden

Die Quartiervereine gehen nun in die Offensive und organisieren am Mittwoch, 9. November, 19.30 Uhr, eine Podiumsveranstaltung zum Stadthaus im Dreispitz. Die Befürworter-Seite war einfach zu besetzen: Unternehmer Jürg Kocherhans und Nationalrat Christian Lohr sind Vertreter des offiziellen Pro-Komitees. Die Gegner haben sich bislang nicht organisiert. «Auf unsere Anfrage hin haben sich schliesslich Beat Rüedi und Paul Stähli zur Verfügung gestellt», erklärt Keller. Das sei sehr löblich, schliesslich würden sie die unpopulärere Meinung vertreten. Mit dabei ist schliesslich auch Stadtpräsident Andreas Netzle, moderiert wird der Anlass vom Tägerwiler Gemeindepräsidenten Markus Thalmann. Die Quartiervereine hoffen auf rund 200 Zuschauer. «Es ist uns wichtig, eine sachliche Diskussion zu ermöglichen.» Keller spricht hinsichtlich der Millionen-Abstimmung von einem offenen Spiel, das nicht durch ein Zufallsresultat entschieden werden dürfe.

Leise Kritik übt er an der Arbeit der Parteien. «Ja, sie dürften sich stärker in die Diskussion einschalten», meint Rainer Keller. Bislang haben einzig der Vorstand und die Gemeinderatsfraktion der SP die Ja-Parole gefasst. Die übrigen Parteien haben sich noch nicht verlauten lassen.

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