Pure Lebensfreude an einem Festival, das seinen Namen verdient

Angetroffen

Drucken
Teilen

Lebenslust und Karneval – «Ich bin gebürtige Brasilianerin, lebe schon lange in der Schweiz und bin seit vier Jahren verheiratet – wie ich dieses Lebensgefühl liebe! Wir haben das in den Genen, im Blut: die Rhythmen, die Musik. Das entspannt, lässt Alltagssorgen vergessen und öffnet die Herzen. Man sieht es: Fröhlichkeit wirkt ansteckend, zaubert ein Lächeln in andere Gesichter. Das ist mein Lebensmotto. Ich fühle mich damit als vierfache Mutter und siebenfache Grossmutter jung. Die Summerdays sind eine Oase der Heiterkeit. Und ein bisschen empfinde ich das wie Karneval.»

Tolle Begegnungen – «Für mich ist das Festival an diesem wunderschönen Ort eine Station auf meiner Ferienreise. Diese führt mich nach Italien. An Open Airs kann ich etwas zur Finanzierung erwirtschaften. Ich führe nämlich eine Rikscha in meinem Van mit. Ich biete Besuchern Taxidienste vom Parkplatz zum Festivalgelände an. Eine Fahrt kostet zwei Franken. Mehr als das, was ich verdiene, interessieren mich jedoch die Menschen, die zusteigen. Da ergeben sich interessante Gespräche. Ich erfahre so viel über Land und Leute. – Jetzt muss ich erst einen Defekt beheben.»

Die Schwimm-Fraktion – «Wir beide sind Jugendfreundinnen und sind mit einigen Akteuren auf der Bühne gemeinsam älter geworden. Hier unter seinesgleichen kann auch die etwas ältere Generation noch so richtig ausflippen wie früher, ohne sich zu genieren. Der Festivalname Summerdays spiegelt tupfgenau, was dieses Volksfest ausmacht. Es ist überschaubar, die Musik bietet allen etwas. Die Besucher sind friedlich und tolerant. Und der Sommer zeigt sich noch einmal von seiner schönsten Seite. Wir geniessen es drum auch, uns zwischendurch im See abzukühlen.»

Der «Geburtstagsclub» – «Wir sind eine verschworene Clique Berner Giele und bleiben einer Tradition treu. Wir feiern jeweils bei solchen Gelegenheiten unsere runden Geburtstage. So gibt es immer mal wieder ein Fest. Wir haben vor, das eisern bis ins Altersheim durchzuziehen. Heute ist Daniel Leuenberger dran, der dreissig wird. Das Festival ist gmögig. Trauffer war super drauf. Wir hätten ihn am Seaside Festival Spiez vor der Haustüre haben können. Aber dort kennen uns alle schon. Darum haben wird Arbon am grossen See vorgezogen und sind jetzt inkognito hier.»

Die Ticket-Gewinnerinnen – «Dieses Wochenende ist für uns eine super Sache. Wir haben nämlich bei FM1 Tickets gewonnen. Und haben uns riesig aufs Festival gefreut! Unsere Erwartungen sind sogar noch übertroffen worden: Diese ausgesprochen friedliche Stimmung und die gute Musik zu geniessen, ist wunderbar. Und dann ist alles so gut organisiert und so sauber – da kennen wir anderes. Nicht zu vergleichen etwa mit Lustenau. Wir haben unser kleines Zelt auf dem Campingplatz aufgeschlagen – und nach dem Trauffer-Konzert selig darin geschlafen.»

Jetzt an die Alpenchilbi – «Ich bin eben aus dem Zelt gekrochen, habe mit meiner Freundin und Campingnachbarn am See noch zmörgelet und mich verabschiedet. Jetzt warte ich hier auf den Shuttlebus. Das Programm heute (Samstag) ist für mich einen Tick zu viel Kommerz. Musik muss es aber sein. Mich zieht es an die Alpenchilbi nach Schleitheim. Trauffer hat die Leute super mitgerissen. Und Status Quo – ich könnte deren Enkel sein – wollte ich einfach noch einmal sehen. Und ihre Rockklassiker hören. Viele Gelegenheiten wird es wohl nicht mehr geben.» Umfrage: me