Punktlandung beim Rathaus

WEINFELDEN. Rechtzeitig vor der Wega haben die Bauarbeiter den Umbau der oberen Rathausstrasse in Weinfelden beendet. Besonders die neue Pflästerung gefällt Einheimischen und Touristen.

Esther Simon
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Mehr Platz für Fussgänger, keine Hindernisse mehr für Rollstuhlfahrer: Der Platz zwischen «Trauben» und Rathaus wurde neugestaltet. (Bild: Reto Martin)

Mehr Platz für Fussgänger, keine Hindernisse mehr für Rollstuhlfahrer: Der Platz zwischen «Trauben» und Rathaus wurde neugestaltet. (Bild: Reto Martin)

Seit 25 Jahren baut Bruno Mästinger Strassen in Weinfelden. «Aber so viele Komplimente wie für den Umbau der oberen Rathausstrasse haben wir noch selten erhalten», sagt der stellvertretende Chef des Weinfelder Bauamtes und Leiter Tiefbau. Über die Neugestaltung freuen sich Einheimische und Touristen.

Besonders die Pflästerung mit den verschieden farbigen Natursteinen vor dem «Trauben» und dem Rathaus kommt bei den Leuten gut an. Mästinger: «Die Steine stammen aus einem Schweizer Steinbruch, sie sind zwar etwas teurer, halten dafür aber Jahrzehnte. Die Leute haben auch qualitativ hochwertig gebaut.»

LED-Lampen über der Strasse

Die Fahrbahn wurde zugunsten des Fussgängerbereichs verschmälert, die Randsteine durch flache Drei-Stein-Rinnen ersetzt. Sie sollen Menschen in Rollstühlen, mit Kinderwagen oder Rollatoren das Leben erleichtern. Der Brunnen wurde restauriert und die Treppe zum «Trauben»-Saal versetzt.

Was noch fehlt, sind die Markierungen der Parkplätze vor dem Rathaus und die Beleuchtung des Rathausplatzes beziehungsweise der oberen Rathausstrasse. «Es gibt keine Stehkandelaber wie auf der unteren Rathausstrasse, sondern Überhängungen mit LED-Lampen», sagt Mästinger.

Ein ungeschriebenes Gesetz

Bruno Mästinger anerkennt, dass die Bewohner und Geschäftsinhaber während der Bauzeit «mit vielen Behinderungen leben mussten». Es habe aber wenig Reklamationen gegeben. Das sei sicher auch dem Polier Jürg Leuzinger zu verdanken, der mit den Leuten gut kommunizieren könne. Dass die Bauarbeiten jetzt sogar noch vor der Wega beendet werden konnten, freut den Ur-Weinfelder Bruno Mästinger umso mehr: «Ein ungeschriebenes Gesetz im Dorf besagt, dass es während der Wega, der fünften Jahreszeit, im Zentrum keine Baustelle gibt.»

Die Kredite von 570 000 Franken für den Umbau der oberen Rathaus- und der Amriswilerstrasse sowie von 270 000 Franken für die Erneuerung der Kanalisationen in beiden Strassenzügen hatte das Gemeindeparlament an seiner Sitzung vom 22. März 2012 bewilligt.

Bruno Mästinger, stellvertretender Chef Bauamt. (Bild: Reto Martin)

Bruno Mästinger, stellvertretender Chef Bauamt. (Bild: Reto Martin)