Public Viewing mit Hindernissen

ARBON. Die Fussball-WM in Brasilien stösst nicht auf ungeteilte Begeisterung in der Bevölkerung. Diese Erfahrung musste Serge Lutz von der Lutzifer-Bar in Arbon machen.

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ARBON. Die Fussball-WM in Brasilien stösst nicht auf ungeteilte Begeisterung in der Bevölkerung. Diese Erfahrung musste Serge Lutz von der Lutzifer-Bar in Arbon machen. Der Wirt wollte seinen Gästen etwas bieten und stellte zwei Fernsehgeräte auf seiner Terrasse auf, damit sie die Spiele bei ihm unter freiem Himmel mitverfolgen können. Lutz ging aufgrund von Aussagen der Polizei in den Medien im Vorfeld des Turniers davon aus, dass im Moment mehr drin liegt als sonst. Ein Irrtum, wie sich schnell zeigte. Schon am dritten Abend stand die Polizei bei ihm im Lokal, weil sich jemand über den Lärm beim Mitternachtsmatch beklagt hatte. Und das, obwohl Lutz die Lautstärke der Fernsehgeräte nach 22 Uhr extra nach unten gedreht hatte. Jetzt zeigt er draussen nur noch die um 18 und 21 Uhr beginnenden Spiele. Lutz versteht nicht, warum das Public Viewing zu später Stunde bei ihm nicht möglich sein soll. «Hupkonzerte und heulende Motoren nach dem Spiel sind erlaubt, nicht aber die Übertragung der Spiele selber im Freien. Das ist doch ein Witz.» Der Wirt hat sich deshalb mit einem Schreiben an den Arboner Stadtrat gewandt, in dem er die Behörde offiziell um die Bewilligung bittet, nach der Vorrunde die um 22 Uhr beginnenden Spiele im Freien zeigen zu können. Hinter sich weiss er weit über 100 Personen, die teilweise bei ihm jeweils vor dem Fernsehgerät sitzen. (mso)

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