Provisorium im Saurer WerkZwei

ARBON. Wegen der neuen Kantonsstrasse kommt die Stadt in Zugzwang, ihre Entsorgungsstelle zu verlegen. Weil das Geschäft länger im Parlament liegt und das Projekt warten muss, wird im Saurer WerkZwei eine provisorische Anlage eingerichtet.

Max Eichenberger
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Im Saurer WerkZwei wird die kommunale Entsorgungsstelle provisorisch eingerichtet; Bauverwalter Remo Tambini, Werkhof-Chef Jürg Manser. (Bild: Max Eichenberger)

Im Saurer WerkZwei wird die kommunale Entsorgungsstelle provisorisch eingerichtet; Bauverwalter Remo Tambini, Werkhof-Chef Jürg Manser. (Bild: Max Eichenberger)

Am 12. Juli geht ein Teilabschnitt der neuen Kantonsstrasse in Betrieb: die Verbindung von der Landquartstrasse zur Seestrasse in Steinach. Beansprucht wird dabei das ausgebaute Trassee der Salwiesenstrasse. Dort befinden sich der städtische Werkhof und die Entsorgungsstelle. Lange voraus war daher klar, dass diese wegen des künftig deutlich stärkeren Verkehrs verlegt werden muss. Es gibt nämlich keine Stauräume. Und schon bisher war die Erschliessung problematisch. So gab es im Zufahrtsbereich verschiedentlich Blechschäden.

Warten auf neue Anlage

Kommt hinzu, wie Stadtammann Andreas Balg erinnert, dass die Kapazitätsgrenze der Entsorgungsstelle erreicht, wenn nicht schon überschritten ist. Das untermauert Remo Tambini, Leiter der Abteilung Bau, mit Zahlen: 1997 verzeichnete man 6900 Anlieferungen. «Jetzt sind wir bei 44 000 pro Jahr angelangt.» Nach der Evaluation eines neuen Standorts hat der Stadtrat mietweise – gegen einen Jahreszins von 29 000 Franken – eine 1545 Quadratmeter grosse Parzelle an der Landquartstrasse gesichert. Das Projekt, eine zweckmässige und kostenreduzierte Anlage für 460 000 Franken, kann der Stadtrat jedoch noch nicht realisieren.

Vom Parlament zurückgewiesen

Das Parlament hatte die Vorlage zurückgewiesen. Die Alternative, sich am privatwirtschaftlichen Entsorgungsbetrieb Eberle in den Kupferwiesen zu beteiligen, soll vertiefter geprüft werden. Bis das Geschäft wieder ins Parlament kommt, dauert es nun seine Zeit. So oder so: Mit der bevorstehenden Teileröffnung der Kantonsstrasse muss sich der gutfrequentierte Bereich des Werkhofs dort verabschieden. Im Aufbau ist jetzt ein Provisorium auf einer Parzelle im Saurer WerkZwei. Diese werde von HRS dafür – während der Überbrückungsphase – unentgeltlich zur Verfügung gestellt, sagt Balg. Zugänglich ist das Gelände (hinter dem Gemüsegrosshändler Caviezel) ebenfalls über die Salwiesenstrasse. «Wir werden das Provisorium noch ausschildern und am 2. Juli in Betrieb nehmen», sagt Werkhofchef Jürg Manser. Ein Zelt ist bereits aufgebaut. Die Mulden rundum werden noch gestellt und das Gelände bei der früheren Saurer-Werk-Erschliessung an der Aach eingezäunt.

40 000 Franken für Provisorium

40 000 Franken dürften die Kosten für ein halbjähriges Provisorium betragen – unwesentlich mehr, sollte das neue Entsorgungscenter erst im Mai 2014 zur Verfügung stehen und nicht mehr in diesem Jahr erstellt werden können. Kosten fallen vor allem für Mieten an. So mache es keinen Sinn, mit dem Werkhof-Gabelstapler für den Umschlag hin und her zu fahren, sagt Manser.

Areal wird videoüberwacht

Die Öffnungszeiten (werktags von 7.30 bis 11.45, samstags von 8 bis 11.45 Uhr) bleiben die gleichen, wie der Service auch. Mit zwei Ausnahmen: Holz und Keramik, weil diese Stoffe kostenpflichtig sind und aus Platzgründen keine Waage bereitsteht. In der Umstellungsphase zu Beginn werden zwei statt eine Person die provisorische Entsorgungsstelle betreuen. Das Areal wird Tambini zufolge videoüberwacht. Zudem ist es verstärkt auch im Fokus der Sicherheitspatrouille.