Protestbrief nach Militär-Nachtlärm

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Gestern Nachmittag bauten die Bau-Sappeure die Brücke bereits wieder zurück. (Bild: Mario Testa)

Gestern Nachmittag bauten die Bau-Sappeure die Brücke bereits wieder zurück. (Bild: Mario Testa)

Weinfelden Die Armee sorgte in der Nacht auf Dienstag für eine schlaflose Nacht bei einigen Weinfeldern. Im Rahmen einer von den kantonalen Stellen und vom Bund bewilligten Truppenübung haben die Angehörigen der Bausappeur-Kompanie 23/4 in ihrem Wiederholungskurs eine Brücke über die Thur erstellt. Lärm verursachte dabei das Rammen der Pfähle ins Flussbett gleich oberhalb der Badi bei der Übertrittsstelle – und diese Arbeiten dauerten am Montag bis spät in die Nacht. Die Schläge auf die Metallplatten an den Pfahlenden waren bis nach 2 Uhr nachts weit herum zu hören.

Eine Lärmklage und mehrere Anrufe sind darauf gestern bei der Gemeinde eingegangen, wie Sicherheitschef Silvan Frischknecht auf Anfrage bestätigt. «Einige Anrufer wollten einfach wissen, woher der Lärm kam. Andere beklagten sich darüber», sagt er. Die Gemeinde habe jedoch keinen Einfluss auf die Übungen der Armee, betont Frischknecht. Trotzdem wolle man nun intervenieren, sagt Gemeindeschreiber Reto Marty: «Wir haben einen Brief zuhanden des zuständigen Kommando-Koordi- nationsabschnitts verfasst. Darin bittet die Gemeinde, dass das Militär künftig auf nächtlichen Lärm bei den Übungen in Weinfelden verzichten soll.» Wenn solche Übungen nur einmal pro Jahr stattfänden, sei der Lärm vertretbar. Heuer sei es jedoch schon das dritte Mal. (mte)