Prosciutto, Merlot und Polenta

mattwil. Trotz des nicht gerade einladenden Wetters pilgerten Hunderte Besucher und Besucherinnen ans 24. Udinese-Fest in Mattwil.

Rudolf Steiner
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Seit 24 Jahren schon organisiert der Udinese-Club Mattwil jeweils im September das Udinese-Fest. Fast immer hatten die Veranstalter Wetterglück – am letzten Sonntag aber war das anders. «Petrus war an diesem Wochenende für einmal kein Friulaner», musste Sergio Montagnese, Präsident des Udinese-Clubs und einer der Immigranten aus dem norditalienischen Friaul, feststellen.

Lange Warteschlangen

Immerhin hatte Petrus am Vormittag ein Einsehen mit den Organisatoren, als die 30 italienischen Blasmusikanten vom Corpo Bandistico Val di Gorto aus Ovaro (Friaul) auf ihrem Dorfrundgang unterwegs waren. Zu dieser Zeit war die zehnköpfige Küchenmannschaft bereits seit Stunden mit den Vorbereitungen fürs Mittagessen beschäftigt. Trotz der fleissigen Köche bildeten sich bald schon lange Warteschlangen vor den dampfenden Kochtöpfen und Holzkohlengrills. Auf die mehreren Hundert Gäste wartete ein Festmahl aus Polenta, Costine, Salsicce, Salami, Montasiokäse und Prosciutto San Daniele – und dazu ein kräftiger Schluck Merlot.

Diverse Attraktionen

Im Verlaufe des Mittags wurden von den vielen hungrigen Mäulern unter anderem 120 Kilo Polenta und 80 Kilo Salsicce verdrückt. Neben kulinarischen Spezialitäten wurden am Udinese-Fest noch andere Attraktionen wie Seilziehen, Tombola, diverse Spiele, Showtanz und Guggenmusiksound der Weinfelder Crash Band angeboten.

Seit 24 Jahren schon verschwindet der Erlös des Festes nicht einfach in der Vereinskasse, sondern geht vollumfänglich an die Thurgauer und Schweizer Krebshilfe. Dies als Dank für die grosse Hilfe der Schweizer Bevölkerung beim verheerenden Erdbeben, das 1976 das Friaul, die Heimat vieler italienischer Immigranten in Mattwil, schwer verwüstete.

Es kommt jedes Jahr ein Betrag von rund 10 000 Franken für die Krebshilfe zusammen.

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