Projekt übertrifft die Erwartungen

Die Primarschule Götighofen hat sich mit Erfolg für den Erhalt des Schulstandortes eingesetzt. Zur Strategie der Behörde gehörten die Sanierung und Umnutzung des ehemaligen Schulhauses.

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Saniert und umgenutzt: altes Primarschulhaus in Götighofen. (Bild: Georg Stelzner)

Saniert und umgenutzt: altes Primarschulhaus in Götighofen. (Bild: Georg Stelzner)

GÖTIGHOFEN. Sinkende Schülerzahlen zeichneten sich schon in den letzten zehn Jahren ab. Vor drei Jahren war dem neu gewählten Präsidenten jedoch klar, dass es um den Schulstandort schlecht bestellt ist, wenn nicht eingegriffen wird. Die bevorstehende Schliessung des Kindergartens konnte im letzten Moment noch verhindert werden.

Das Projekt «Kinder für unsere Schule – Schule für unsere Kinder» sah in einem ersten Schritt den Verkauf der Baulandparzelle am Dorfrand von Götighofen vor. Dadurch konnte die finanzielle Möglichkeit geschaffen werden, um aus dem alten Schulhaus ein Mehrfamilienhaus mit drei grosszügigen, familienfreundlichen Wohnungen zu machen. Die Überlegung: Wenn dort drei Familien mit je ein bis zwei schulpflichtigen Kindern untergebracht werden können, ist die Untergrenze der Schülerzahl kein Problem mehr.

Neunmonatige Bauzeit

An der ausserordentlichen Gemeindeversammlung im September 2013 stimmten die Bürger einem Planungskredit von 30 000 Franken für den Umbau des alten Schulhauses zu. An der Gemeindeversammlung im März 2014 wurde das Projekt vorgestellt und der Baukredit von 1,35 Mio. Franken genehmigt. Im folgenden Juni konnte mit dem Umbau begonnen werden. Nach neunmonatiger Bauzeit konnten drei Familien mit insgesamt acht Kindern in die neuen 5 ¹/2- respektive 6 ¹/2-Zimmer-Wohnungen einziehen. Die Schulgemeinde als Vermieterin gewährt je primarschulpflichtiges Kind eine Mietzinsreduktion, was letztlich dem Erhalt des Schulstandortes zugute kommt.

Billiger als erwartet

Mitte August konnte die Baukommission die Abschlusssitzung abhalten und auf ein gelungenes Bauprojekt zurückblicken. Nicht zuletzt dank der professionellen Planung und Bauführung von Architekt Walter Schindler vom Architekturbüro Edi Keller in Schocherswil konnte das Bauprojekt rund 110 000 Franken tiefer als budgetiert abgeschlossen werden – dies ohne Abstriche beim Umfang oder bei der Qualität der Arbeiten. (red.)