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Profisportler und Eierlieferant

Tunahan Cicek ist Challenge-League-Fussballer und hat einen eher aussergewöhnlichen Nebenjob: Er verteilt Eier. Einmal hat er seinen Kopf in eine Kiste gesteckt, um sich vor den Hühnern zu schützen.
Ralf Rüthemann
Tunahan Cicek kann nicht nur mit dem Fussball gut umgehen. (Bild: Thi My Lien Nguyen)

Tunahan Cicek kann nicht nur mit dem Fussball gut umgehen. (Bild: Thi My Lien Nguyen)

Ralf Rüthemann

ralf.ruethemann@thurgauerzeitung.ch

Fussball spielen und Eier verteilen: Tunahan Cicek läuft für den FC Schaffhausen auf und ist zugleich Eiermann von Romanshorn. Cicek, der sowohl die türkische wie auch die Schweizer Staatsangehörigkeit besitzt, ist auf diesen Nebenjob mittels seiner Freundin Rahel Hug gekommen. Ihr Vater Erich Hug hat eine Geflügelmast in Romanshorn. «Eier verteilen ist der perfekte Ausgleich für mich», sagt der 25-jährige Offensivspieler. Am Anfang sei er noch etwas ungeschickt gewesen, doch mittlerweile habe er es gut im Griff.

350 Eier in der Garderobe auf den Tisch gelegt

Seit diesem Sommer spielt «Tuni», wie er von allen genannt wird, für den Challenge-League-Club Schaffhausen – momentaner Tabellenführer mit fünf Siegen aus fünf Spielen. Zum Einstand hat Cicek seinen Teamkollegen Eier mitgebracht. «Ich habe einfach 350 Eier in der Garderobe auf den Tisch gelegt. Es kam gut an, die Spieler haben es lustig gefunden.» Vergangene Woche haben auch die Yakins, welche die erste Mannschaft von Schaffhausen trainieren, bei ihm Eier bestellt. Doch meistens liefert er die Eier in der Region Romanshorn, wo er zusammen mit der Familie Hug wohnt. Zwei- bis dreimal pro Woche macht er seine Tour. Und manchmal lässt er sich etwas einfallen, um den Kunden eine besondere Freude zu bereiten: «Einmal nahm ich den niedlichen Hund mit auf die Tour und habe gehofft, dass es gut ankommt. Louis, der Hund, hat mich dann aber im Stich gelassen und nicht viel gemacht.»

«Mein Vater hat es ihm verboten»

Im Stall von Erich Hug haben laut Cicek bis zu 13 000 Hühner Platz. Mittlerweile kann Cicek gut mit den Tieren umgehen, am Anfang hatte er noch etwas Mühe – und nahm es trotzdem mit Humor: «Einmal mussten wir Küken von Hand transportieren. Damit mich keines der Tiere angreift, habe ich einfach meinen Kopf mit einer leeren Kiste geschützt.» Seine Freundin lacht. «Auch schon wollte er einen Helm anziehen», erzählt Rahel Hug. «Mein Vater hat es ihm aber verboten.»

Für Cicek steht trotz allem natürlich der Fussball im Vordergrund. Bei Schaffhausen hat er gut begonnen, er konnte bis anhin immer von Anfang an spielen. «Wenn es so weitergeht, kann es sein, dass irgendwann noch ein Angebot aus der Super League kommt», sagt Cicek. Doch das ist nicht sein einziger Traum, den es zu erfüllen gilt: «Ich kann mir gut vorstellen, irgendwann einen eigenen Stall zu haben.»

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