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«Problem nur aufgeschoben»

ROMANSHORN. Bei der Baugenossenschaft Eigenheim ist das letzte Wort zum Ausbau der Mobilfunkantenne auf dem Hochhaus noch nicht gesprochen. Vom Vertrag mit der Sunrise zurückzutreten, wäre jedoch problematisch, sagt der Präsident.
Markus Schoch
Auf diesem Hochhaus mit Spielplatz in Romanshorn will die Sunrise eine neue, 22mal stärkere Mobilfunkantenne errichten. (Bild: Max Eichenberger)

Auf diesem Hochhaus mit Spielplatz in Romanshorn will die Sunrise eine neue, 22mal stärkere Mobilfunkantenne errichten. (Bild: Max Eichenberger)

Martin Stettler will vorab eines klarstellen: Er habe in dieser Sache von Anfang an mit offenen Karten gespielt. Jeder in der Genossenschaft habe seit längerem wissen können, was die Pläne der Sunrise seien, sagt der Präsident der Baugenossenschaft Eigenheim. In den letzten Wochen hatte die Bauauflage zu einem Aufschrei der Empörung in den betroffenen Quartieren geführt. Es gab über fünfhundert Einsprachen, viele von Genossenschaftern.

«Schon ein halbes Jahr im Bild»

«Die Mitglieder der Genossenschaft waren seit einem halben Jahr im Bild über die Absichten der Telekommunikationsfirma», sagt Stettler. An der Generalversammlung im Juni habe er über die geplante Aufrüstung der Mobilfunkantenne auf dem Dach des Hochhauses informiert. Die Erhöhung der Leistung habe zu Diskussionen geführt, erinnert er sich. «Es gab Stimmen dafür und dawider.» Vor allem jüngere Mitglieder hätten die Gefahren relativiert. Den auf einen Schlag massiven Ausbau habe die Sunrise damit begründet, dass in Romanshorn über viele Jahre keine Anpassung vorgenommen worden sei.

Entscheid nicht im Alleingang

Es sei auch nicht so, dass er im Alleingang den Deal eingefädelt und dann abgeschlossen habe, sagt Stettler. «Die Sunrise ist vor etwa einem Jahr auf uns zugekommen, und wir haben die Anfrage im Vorstand besprochen. Die Meinungen waren geteilt.» Den Vertrag habe er dann mit einem zweiten Mitglied des Vorstandes unterschrieben – entsprechend den Statuten.

Nun sei klar, dass der Vorstand die Situation nochmals analysieren werde. «Es gibt sicher noch in diesem Monat eine Sitzung und zeitnah anschliessend eine Information an die Genossenschafter.» Entweder ein Schreiben oder dann eine Veranstaltung, das sei noch offen.

Sunrise könnte anderswo bauen

Grundsätzlich könnte die Genossenschaft den Vertrag ein halbes Jahr vor Ablauf der abgemachten Frist kündigen. Das eigentliche Problem würde dadurch aber nur verschoben, sagt Stettler. Denn die Sunrise würde eine ebenso starke oder mehrere kleine Antennen andernorts in der Stadt bauen, ist sich der Genossenschaftspräsident sicher. Fairerweise müsste man den allfälligen Entscheid der Sunrise frühzeitig mitteilen, sagt Stettler – bevor die Firma mit den Umrüstungsarbeiten beginnen würde. So kann ein möglicher Schaden beim Rückzug der Bauherrschaft verhindert werden. Die ordentliche Generalversammlung, an der sich die Genossenschafter für oder gegen die Antenne aussprechen könnten, findet im Mai oder Juni statt.

Wegen Einsprachen blockiert

Im Moment ist das Projekt wegen der Einsprachen blockiert, und erfahrungsgemäss dauert deren Behandlung seine Zeit. Sieben Monate gingen im letzten Jahr ins Land, bis der Stadtrat im Zusammenhang mit den über dreihundert Einsprachen gegen eine neue Mobilfunkantenne an der Gartenstrasse zu einem Urteil kam, wobei die Sommer- und Herbstferien dazwischen lagen.

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