Präsident kündigt Rücktritt an

Die Rechnung der Katholischen Kirchgemeinde schliesst mit einem Vorschlag von 308 000 Franken. Präsident Ralph Limoncelli geht per Ende dieses Jahres.

Hedy Züger
Drucken

Die Kirchgemeindeversammlung direkt nach dem Gottesdienst bewähre sich, stellte Kirchenpräsident Ralph Limoncelli fest. Unter den 55 Stimmberechtigten begrüsste er eine Gruppe italienischsprachiger Pfarreiangehöriger. Dominik Meier-Ritz leitete die Versammlung mit einer Besinnung ein, in der er die Osterzeit als eine fröhliche Zeit schilderte.

Tiefere Seelsorge-Lohnkosten

Ralph Limoncelli teilte mit, dass er das Präsidium Ende 2009 abgeben werde. Gespräche mit einem möglichen Nachfolger laufen. Die Ergebnisse der Rechnung, Abweichungen zum Budget und Details der Steuereingänge erläuterte Pfleger Beat Gschwend. Der Vorschlag von 307 773 Franken ist nochmals sehr hoch. Er geht auf Mehrerträge gegenüber dem Budget von acht Prozent sowie weniger Aufwand von fünf Prozent zurück.

Weil nach wie vor der vollamtliche Priester fehlt, fielen die Lohnkosten für die Seelsorge 100 000 Franken tiefer aus.

Geordnete Finanzen

Der Kirchgemeinde gehe es gut, betonte der Finanzverantwortliche. Die Liegenschaften seien weitgehend abgeschrieben, und man verfüge über liquide Mittel. Trotzdem gehe die Vorsteherschaft haushälterisch mit den Mitteln um, zumal der Steuerfuss ab 2009 von 20 auf 18 Prozent gesenkt wurde, eine Steuergesetzrevision ansteht und die wirtschaftliche Situation alles andere als rosig aussieht.

Die Landeskirche weise ihrerseits die Kirchgemeinden an, Rückstellungen für schwierige Zeiten zu tätigen.

Der Vorschlag wird für Rückstellungen und Zusatzabschreibungen verwendet: 30 000 Fr. für Orgelrestaurierung, 20 000 Fr. Fonds für Spontanhilfe, 20 000 Fr. für Weihnachtskrippe, 100 000 Fr. für Rückstellung Liegenschaften, 55 000 Fr. für Mauersanierung Kirchenbezirk, 54 000 Fr. für Abschreibung Galluskapelle, 25 000 Fr. für Pavillon Roggwil.

Ein Kirchbürger: «Wir sind nicht die Glückskette!» Doch sein Antrag, die Spontanhilfe um die Hälfte zu kürzen, wurde abgelehnt. Er wies auch auf die «eher prekäre Lage» der Genossenschaft Alterssiedlung hin, auf den Zins aus den Anteilscheinen sollte verzichtet werden. In drei Jahren habe man über 800 000 Fr. Vorschläge erzielt, trotz mehrheitlich negativer Budgets.

«Veraltete Artikel»

Vikar Valentin Koledoye bleibt eventuell bis Juli 2010 in Arbon. Annemaria Bösch tritt nach 20 Jahren in der Katechese zurück. Trudi Aepli regte an, das Pfarreiforum der Thurgauer Katholiken zu prüfen. Dominik Meier-Ritz verwies auf den Pastoralen Entwicklungsplan, der dem Mangel an Priestern begegnen soll. Die Pfarrblattfrage müsse mittelfristig diskutiert werden. Er sei allerdings froh um das Platzangebot im Pfarrblatt aus St.-Maurice. Die Artikel darin seien veraltet, kritisierte Aepli.

Die neue Homepage der Pfarrei wird aktualisiert.