Politik und Pferdestärken

Die Gemeinde Romanshorn lud zum zweiten Wirtschaftstreffen in die entstehende Auto-Erlebniswelt ins Tanklager ein. Themen: Steuern und Bauvorhaben.

Michel Kolb
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Kontaktpflege – ein wichtiger Bestandteil des Romanshorner Wirtschaftstreffens. (Bild: Michel Kolb)

Kontaktpflege – ein wichtiger Bestandteil des Romanshorner Wirtschaftstreffens. (Bild: Michel Kolb)

Der Einladung folgten rund 130 Gäste aus der lokalen Geschäftswelt. Nach dem positiven Echo des Vorjahres war es für Gemeindeammann Norbert Senn eine Selbstverständlichkeit, dass der Anlass eine Fortsetzung finden würde.

Einstündige Präsentation

Empfangen wurden die Unternehmerinnen und Unternehmer in den imposanten Räumlichkeiten der in Entstehung begriffenen Auto-Erlebniswelt im Tanklager. In einer rund einstündigen Präsentation wurden die Anwesenden über die Auswirkungen der Flat Rate Tax informiert, welche mit grosser Wahrscheinlichkeit im kommenden Herbst vor das Thurgauer Stimmvolk kommen wird. Ein weiteres Thema waren mögliche Bauprojekte in Romanshorn.

Fredy Lienhard verhindert

Gleich zu Beginn musste der Gemeindeammann die Absenz von Fredy Lienhard bekanntgeben. Mit dem Initiator und Geldgeber der als Mixtur aus Eventhalle und Automuseum angelegten Räumlichkeit wäre ein Interview geplant gewesen. Der vielbeschäftigte Verwaltungsratspräsident der Autobau-Erlebniswelt war jedoch kurzfristig verhindert.

Thurgau im vorderen Drittel

Wie schon im Vorjahr konnte Norbert Senn vermelden, dass sich der Thurgau, verglichen mit anderen Schweizer Kantonen, punkto Steuerbelastung in den vorderen Rängen befinde. Was die Steuerkraft pro Bürger anbelangt, ist Romanshorn leicht unter den kantonalen Schnitt gerutscht, jedoch weiterhin vor den Oberthurgauer Städten Arbon und Amriswil klassiert.

Das Saalbauprojekt

«Das Biotop, das wir an dieser Stelle haben, ist nicht der Ort, wo wir uns ein solches wünschen.» So eröffnete Norbert Senn die Erläuterungen zum geplanten Gemeindesaal. Dies, während ein Bild des vor sich hin vegetierenden Güterschuppenareals projiziert wurde. Die Gemeinde komme in Zusammenarbeit mit dem Architektenteam in der Planung gut voran, so Senn. Das Siegerprojekt, welches letzten Sommer ausgewählt wurde, soll bei Bankettbestuhlung 450, bei Konzertbestuhlung 650 Plätze bieten. Es sei ein Werk für Generationen, wie dies auch der «Bodan» gewesen sei.

Zufrieden mit den Zuzügen

Mit dem forcierten Wohnungsbau kommt der angestrebte Bevölkerungszuwachs ins Rollen. Alleine in den ersten Monaten des neuen Jahres ist Romanshorn um 31 angemeldete Bürgerinnen und Bürger gewachsen. Auch mit der sozialen Schicht der Zuzüge zeigt sich die Gemeinde zufrieden. So habe man sich für die Bewohner der neuen Liegenschaft nahe der «Biro» interessiert und dabei erfreulicherweise festgestellt, dass viele zwischen 25 und 30 Jahren alt und gut ausgebildet seien. Nach dem Input des Gemeindeammanns bot sich allen Interessierten die Möglichkeit, die im Autobau ausgestellten Boliden zu bestaunen.

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