Podium über Suizidbeihilfe: Der Sterbewunsch Betagter

ARBON. Auf Initiative von Marlies Näf-Hofmann, «Mutter» der Palliative Care im Kanton Thurgau und ehemalige Kantonsrätin, veranstaltet die Grünliberale Partei am Montag, 3. Dezember, 19.15 Uhr, im Hotel Metropol eine Podiumsdiskussion um das Thema Suizidbeihilfe.

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ARBON. Auf Initiative von Marlies Näf-Hofmann, «Mutter» der Palliative Care im Kanton Thurgau und ehemalige Kantonsrätin, veranstaltet die Grünliberale Partei am Montag, 3. Dezember, 19.15 Uhr, im Hotel Metropol eine Podiumsdiskussion um das Thema Suizidbeihilfe. David Angst, Redaktionsleiter der Thurgauer Zeitung, wird die Runde moderieren.

Bei der vertieften Auseinandersetzung mit dem Thema wird schnell klar, dass die Frage nach dem freien Willen, zum Beispiel bei depressiven Personen, schwierig ist und das Thema kontroverse Fragen aufwirft.

Saskia Frei, Advokatin und Präsidentin der Sterbehilfeorganisation Exit, wird erklären können, warum Exit boomt und ob der «geplante» Tod vielleicht auch typisch ist für unser durchgeplantes, oft leistungsorientiertes Leben. Marion Schafroth, Fachärztin für Anästhesiologie sowie Vorstandsmitglied von Exit, Ressort Freitodbegleitung, wird erläutern können, wie der Ablauf vom Suizidwunsch bis und mit organisierter Suizidbeihilfe gestaltet wird.

Der Historiker und Ethiker Andreas Näf wird die Sicht der Gegner vertreten und auf die kürzlich veröffentlichte Studie verweisen, die offenlegte, dass 30 Prozent der Angehörigen nach einer Freitodbegleitung psychisch erkrankten und eine Therapie benötigten.

Verena Briner, Chefärztin und Leiterin des Departements Medizin des Luzerner Kantonsspitals, kennt die Betreuung von Menschen in der Endphase ihres Lebens vom Spitalalltag, da sehr viele zu diesem Zeitpunkt hospitalisiert werden.

Sind wir deshalb mit dem Sterben nicht mehr vertraut und suchen vielleicht eine Möglichkeit, dieses «Unbekannte» mit der organisierten Suizidbeihilfe zu lösen? (red.)

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