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Plötzlich stand sie nackt vor ihm

Mit einer Lesung der besonderen Art vermochten Wolf Buchinger und seine Frau Inga das Publikum im Kulturforum zu begeistern. Bekannt sind die beiden als Duo Kernbeissers.
Hugo Berger
Wolf Buchinger zeigte sich im Kulturforum in verschiedenen Rollen. (Bild: Hugo Berger)

Wolf Buchinger zeigte sich im Kulturforum in verschiedenen Rollen. (Bild: Hugo Berger)

AMRISWIL. Wer Wolf Buchinger kennt, weiss, dass eine Lesung mit ihm den üblichen Rahmen sprengt. Das war im Kulturforum nicht anders. Mit einer Mischung aus Lesung, Chansons und Kabarett vermochten er und seine Frau Inga die Besucher während zweier Stunden zu fesseln. Es beginnt schon mit dem Bühnenbild, das mit viel Aufwand zum Hingucker gestaltet wurde. Dort, im Scheinwerferlicht, fühlt sich der Autor, Moderator und Coach für Führungskräfte sichtlich wohl.

Mal verwandelt Wolf Buchinger sich in einen flirtenden Playboy, dann wieder marschiert er als zackiger Soldat die Reihe ab. Zwischendurch beweist er sich als virtuoser Akkordeonspieler. Unterstützt wird der Autor und Unterhalter von seiner Frau Inga, die im zweiten Teil des Abends für die Interpretation der Chansons von Edith Piaf viel Applaus erntete. Veranstaltet wurde der Abend von der Bibliothek und Ludothek Amriswil.

Vier neue Bücher

Gleich vier neue Bücher stellte Wolf Buchinger vor. In einer Geschichte lässt der ehemalige Moderator der Sendung «Wolfsmenschen» die Zuhörer einen Blick in die Garderobe des Schlosses Hagenwil werfen, wo das Vorgespräch zum Smalltalk stattfand, das mit Prominenten gedreht wurde.

Ein bekannter Showstar ist vor dem Auftritt unschlüssig, welches Kleid er anziehen soll, und bittet ihn um Rat. In der engeren Wahl standen drei Kleider. «Sie hielt mir diese unter die Nase und fragte nochmals, welches ihren schlanken Körper am besten zur Geltung bringe. Ich hatte keine Ahnung.» Doch damit habe sich die Schöne nicht zufriedengegeben, und auf das, was dann folgte, sei er nicht vorbereitet gewesen, erzählte Buchinger schmunzelnd. «Mit einem Ratsch riss sie ihr Kleid vom Leib und stand ziemlich nackt vor mir.»

Nicht nur lustig

Die Geschichten, die Buchinger las, sind nicht nur lustig. Der Band «Satire satt» enthält denn auch die Aufschrift «Sind Sie stark genug für diese Kurzgeschichten?» In der Geschichte «Allahs Grösse» beschreibt der Autor die letzten Schritte einer Attentäterin. Ihre letzten Gedanken: «Ich bin stolz auf mich, ich sehe Allah schon, ich bin schön geschminkt, ich…»

Ganz anders wiederum der Band «Frankreich Oh Làlà». In diesem nimmt Buchinger die Gebräuche und Sitten der Grande Nation unter die Lupe. So etwa das Ritual des Küssens bei der Begrüssung. Der Kenner stellt mit einem Lächeln fest, «dass dabei viel mehr geschieht als das scheinbar sinnlose In-die-Luft-Küssen».

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