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Plättli um Plättli kommt weg

Die Tage des Hallenbades im Kantonsspital Münsterlingen sind gezählt. Seit Ende April ist es geschlossen, im Innern haben die Abbrucharbeiten begonnen. An seinem Standort erhält die Pathologie ein neues Gebäude.
Nicole D'orazio
Nicht mehr viel übrig: Spitaldirektor Stephan Kunz steht im alten Hallenbad. (Bild: Nicole D'Orazio)

Nicht mehr viel übrig: Spitaldirektor Stephan Kunz steht im alten Hallenbad. (Bild: Nicole D'Orazio)

MÜNSTERLINGEN. Lange steht es nicht mehr. Es ist auch nicht mehr viel übrig vom Hallenbad im Kantonsspital Münsterlingen. Das Wasser ist schon lange abgelassen, und die meisten Fliesen wurden entfernt. Der Betrieb wurde Ende April eingestellt, denn das Bad wird abgerissen und muss einem Neubau für die Pathologie des Spitals Platz machen. «Es ist nicht die Aufgabe eines Spitals, ein Hallenbad zu betreiben», sagt Stephan Kunz, Direktor des Kantonsspitals Münsterlingen. «Zudem brauchen wir es als Spital nicht mehr, und es wäre eine grosse Investitionssumme für die nötige Sanierung angestanden.»

Bad wurde 1977 gebaut

Das Bad wurde zusammen mit der Pflegerinnenschule und dem Personalhaus 1977 gebaut und vor allem von dem auf dem Campus wohnhaften Personal genutzt. Später durften auch die Bevölkerung und Schulklassen dort schwimmen. Für Therapiezwecke der Patienten verfügt das Kantonsspital zudem über ein kleines Bad sowie ein zweites in der psychiatrischen Klinik. «Wenn heute ein Patient fit genug ist, um schwimmen zu gehen, dann wird er sowieso aus dem Spital entlassen», meint Kunz.

Schwimmclub hat übernommen

Die Spital Thurgau AG hat das Bad bis Ende 2008 betrieben. «Dann hat es die Gemeinde Münsterlingen übernommen. Aber nur bis 2014.» Die Stimmbürger hatten an der Versammlung 2011 einer weiteren Übergangslösung von maximal drei Jahren zugestimmt. Der Schwimmclub Romanshorn, der 30 Jahre lang im Winter im Bad trainiert hat, durfte es noch zwei Saisons weiterführen. Für die Öffentlichkeit war es aber nicht mehr zugänglich. «So lange das funktioniert hat, war das für uns in Ordnung», sagt Kunz. Denn für das Neubauprojekt habe man eine gewisse Vorlaufzeit benötigt. Doch Ende April dieses Jahres war definitiv Schluss.

Bad-Standort ist beste Lösung

Das Gebäude der Pathologie auf dem Campus ist alt und in einem schlechten Zustand. «Wir haben eine Variantenstudie für einen Ersatzbau durchgeführt», sagt der Direktor. Man habe die Möglichkeit geprüft, auf dem Parkplatz ein neues Gebäude zu erstellen. «Doch die Variante, dieses am Standort des Hallenbades zu erstellen, ist die beste und effizienteste Lösung.» Es sei besser, Land umzunutzen, statt zusätzliches Land zuzubauen.

12 Millionen Franken soll der zweigeschossige Neubau kosten. Im August wird das Bad abgerissen, die neue Pathologie soll bis Ende 2017 stehen. Das ist zwar ein sportlicher Zeitplan, doch Kunz ist zuversichtlich. «Es wird eine Tunnelverbindung zum Spital geben.» Die Aula sowie die Turnhalle neben dem Bad bleiben stehen. «Das Gebäude ist ebenfalls alt, doch es funktioniert und kann weiter genutzt werden.» Im Zuge des Neubaus werde man einige technische Sanierungen vornehmen.

Das alte Pathologiegebäude wird später wahrscheinlich rückgebaut, falls es bis dann keine neuen, zukunftsträchtigen Projektideen gibt. «Vom Kantonsspital her wollen wir eher kompakter zusammen rücken», sagt Kunz. Er glaubt daher nicht, dass das Spital dort nochmals bauen wird. «Vielleicht wird es später anders genutzt. Zuerst gibt es eine Wiese.»

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