Pflichttermin für Musikfreunde

Der Musikverein Kradolf-Schönenberg erfreute die zahlreichen Besucher im Kirchenzentrum Steinacker mit einem hochstehenden Konzert.

Hugo Berger
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Der MV Kradolf-Schönenberg musiziert im Kirchenzentrum Steinacker. (Bild: Hugo Berger)

Der MV Kradolf-Schönenberg musiziert im Kirchenzentrum Steinacker. (Bild: Hugo Berger)

KRADOLF. Das Konzert des MV Kradolf-Schönenberg ist wohl als fixer Termin am ersten Sonntag im November in der Agenda vieler Musikfreunde aus der Umgebung eingetragen. Während das Korps sich im Untergeschoss einspielte, füllte sich das Kirchenzentrum Steinacker bis auf wenige Plätze.

Das Lampenfieber im Griff

Etwas nervös sei man immer, das gehöre dazu, versicherten die Musikanten, als sie im Korridor auf den Auftritt warteten. Dirigent Stefan Roth scherzte: «Wenn wir reingehen, macht alle ein böses Gesicht! Ja nicht lächeln, und vor allem keine Freude zeigen.»

Diesen «Ratschlag» zu befolgen, wäre den Musikanten spätestens am Ende des Konzerts schwergefallen, durften sie sich doch darüber freuen, dass das Publikum begeistert applaudierte und eine Zugabe erbat. Verdienten Applaus erntete das Korps mit fünf anspruchsvollen und recht unterschiedlichen Stücken. Da war etwa «Puszta – Vier Zigeunertänze», ein Werk, in dem einfühlsame und poetische mit feurigen, schnellen Passagen wechseln.

Saal mit spezieller Akustik

Ganz anders wiederum der mächtige ungarische Marsch «Rákóczi» des Komponisten Hector Louis Berlioz. Bei diesem Stück wurde besonders deutlich, was der Dirigent am Schluss der Veranstaltung ansprach: «Die Raumakustik wirkt sich im Kirchenzentrum Steinacker aufgrund der Besonderheit des Grundrisses auf den Besucher je nachdem, wo er sitzt, unterschiedlich aus.»