«Pflege plus» bewährt sich

Im Seniorenzentrum Sulgen wurde Anfang Jahr die «Pflege plus»-Abteilung in Betrieb genommen. Derzeit sind die Zimmer mit zwölf Personen belegt. Nun denkt die Heimleitung bereits über Möglichkeiten zur Erweiterung nach.

Arne Goebel
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Hell und geräumig präsentiert sich die «Pflege plus»-Abteilung. (Bild: Arne Goebel)

Hell und geräumig präsentiert sich die «Pflege plus»-Abteilung. (Bild: Arne Goebel)

Sulgen. Beim Betreten der «Pflege plus»-Abteilung fallen einige antike Möbel und alte Ölbilder auf. «Demenzkranke können sich meist nur noch an Ereignisse erinnern, die lange zurückliegen», erklärt Heimleiter Hans Peter Rüttener. Die alten Gegenstände sind gewissermassen eine Brücke in die eigene Vergangenheit, die Vertrautheit schafft. Wichtig sei auch der Kontakt zu Tieren, da viele der Bewohner in einem bäuerlichen Umfeld aufgewachsen seien. Auf der Eckbank im Aufenthaltsraum liegt eine schwarze Katze, nicht weit davon steht ihr Kratzbaum.

Kaninchen im Garten

Vorgesehen ist auch, dass im Garten, der derzeit angelegt wird, Kaninchen beherbergt werden. Durch den Garten wird ein Rundweg führen. So soll vermieden werden, dass Bewohner in «Sackgassen» steckenbleiben oder vor verschlossenen Türen stehen. «Die Menschen sollen in einem geschützten Rahmen leben und sich dennoch frei bewegen können», sagt Rüttener.

Eine drei Meter lange Wasserwand, die von der Raiffeisenbank gesponsert wird, soll im Garten für «Bewegung» sorgen.

Regelmässige Weiterbildungen

Zudem sind Hochbeete geplant, welche die Bewohner bepflanzen können. Duftende Kräuter und bunte Blumen im Garten sollen die Sinne anregen. Ein Aufenthaltsbereich mit Sonnenschirmen ist ebenfalls vorgesehen. Neu gestaltet wurde ein Sitzplatz an der Nordseite des Seniorenzentrums.

Der Heimleiter betont, dass sich gutausgebildetes Personal mit viel Einfühlungsvermögen um das Wohlbefinden der Bewohner kümmere. Bereits vor Eröffnung der «Pflege plus»-Abteilung wurde das Personal entsprechend geschult. Auch jetzt finden regelmässig interne Weiterbildungen statt.

Ausbau bei Bedarf

Es sei ein gleitender Übergang gewesen, als die «Pflege plus»-Abteilung im Januar eröffnet worden sei, sagt Heimleiter Hans Peter Rüttener.

Mit dem Anbau an das bestehende Heim und dem Umbau des ersten Stocks konnten Anforderungen an die anspruchsvollere Pflege erfüllt werden. Zugleich wurden im Anbau zwei Superior-Wohnungen sowie zeitgemässe Aufenthaltsräume eingerichtet. Zwölf demenzkranke Personen beherbergt nun die neue Station «Pflege plus». Diese könne bei Bedarf für bis zu 28 Personen ausgebaut werden. Dies auch im Hinblick auf die steigende Zahl stark Pflegebedürftiger.