Pferde-Spektakel kehrt zurück

Am Wochenende findet nach zehn Jahren Pause wieder ein Pferde-Fahrturnier in Weinfelden statt. Der Reitverein am Ottenberg organisiert das Wettfahren.

Kathrin Schönenberger
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Auch durchs Wasser lenkt Thomas Scherrer die Pferde am Fahrturnier. (Bild: Mario Testa)

Auch durchs Wasser lenkt Thomas Scherrer die Pferde am Fahrturnier. (Bild: Mario Testa)

WEINFELDEN. Am Samstag und Sonntag ziehen die Pferde im Trab und Galopp Wagen und ihre Lenker über den Springplatz in Weinfelden. Nach über zehn Jahren findet bei der Thurbrücke wieder ein nationales Pferde-Fahrturnier statt. «Es sind in allen Stärkeklassen Anmeldungen eingegangen, insgesamt knapp 80», freut sich OK-Präsident Thomas Scherrer, «wir sind sehr zufrieden.» Die Gespanne starten in den Disziplinen Dressur und Hindernisfahren. Gefahren wird dabei auf einem Wagen, der von ein, zwei oder vier Pferden gezogen wird.

Die besten 20 Fahrer qualifizieren sich für die Schweizer Meisterschaften Ende September in Genf. Andere nutzen das Turnier zur Vorbereitung auf die kommende Weltmeisterschaft.

Freiwillige im Einsatz

Organisiert wird das Fahrturnier vom Reitverein am Ottenberg. Um diesen Anlass durchzuführen, stehen rund 40 freiwillige Helferinnen und Helfer im Einsatz. «Zum Glück haben wir in Weinfelden eine gute Infrastruktur», sagt Scherrer. Mit der vorhandenen Reithalle und den Springplätzen würden dementsprechend auch nur vier Arbeitstage für den Aufbau des Hindernisparcours und der Festwirtschaft benötigt.

Internationale Erfolge

Das erste Fahrturnier fand 1995 in Weinfelden statt. Damals lancierte eine fünfköpfige Gruppe um Thomas Scherrer den Wettbewerb unter den Gespannen. Zwei Jahre später folgte die Schweizer Meisterschaft. Der Weinfelder ist selber aktiv im Fahrsport dabei. Während 20 Jahren ist er national wie auch international mit seinem Zweispänner gefahren. An der Weltmeisterschaft gewann er einst die Bronzemedaille. Heute trainiert Scherrer die Luxemburger Nationalmannschaft.

Turnier mit Zukunft

Der OK-Präsident schaut aber bereits in die Zukunft. «Geplant ist, dass wir das nationale Fahrturnier im Zwei-Jahres-Rhythmus in Weinfelden durchführen können.» Eine jährliche Austragung sei aufgrund der Organisation und der Bodenbelastung ausgeschlossen.