Pfarrer Michael Lo Sardo gewählt

Die Pfarrwahl in der Evangelischen Kirchgemeinde Bussnang war unumstritten. 85 von 88 Stimmberechtigten sprachen sich für Michael Lo Sardo aus. Am 1. April zieht die sechsköpfige Familie aus Deutschland in das Pfarrhaus ein.

Christof Lampart
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Warten auf das Wahlresultat: Pfarrer Michael Lo Sardo mit Gattin Ines und den vier Töchtern in der evangelischen Kirche in Bussnang. (Bild: Christof Lampart)

Warten auf das Wahlresultat: Pfarrer Michael Lo Sardo mit Gattin Ines und den vier Töchtern in der evangelischen Kirche in Bussnang. (Bild: Christof Lampart)

bussnang. Die Evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Bussnang hat einen neuen Pfarrer. An der ausserordentlichen Kirchgemeindeversammlung vom Donnerstagabend wurde der 44jährige Michael Lo Sardo fast einstimmig gewählt: Von den 88 Kirchbürgerinnen und Kirchbürgern, die der Versammlung in der reformierten Kirche beiwohnten, sprachen sich 85 für Michael Lo Sardo als neuen Pfarrer aus, zwei legten leer ein, eine Person schrieb einen anderen Namen auf den Stimmzettel.

Wieder Familie im Pfarrhaus

Michael Lo Sardo, der die Versammlung mit seiner Frau Ines und den vier Töchtern Felicitas, Tiziana, Laetitia und Lucrezia in der vordersten Kirchenbank mitverfolgte, bedankte sich für die ehrenvolle Wahl und äusserte den Wunsch, hier in Bussnang eine «Lebensstelle» gefunden zu haben. Pfarrer Lo Sardo habe sich für die Gemeinde bewusst entschieden, das sei in den abklärenden Gesprächen deutlich geworden, betonte Karin Sameli, die der Pfarrwahlkommission angehörte, bei der Vorstellung Lo Sardos.

«Wir haben uns von Anfang an wieder eine Familie im Pfarrhaus gewünscht. Und darüber hinaus jemanden, der auch mit den Leuten auf der Strasse das Gespräch sucht und offen für ökumenische Projekte ist», so Karin Sameli weiter. Darüber hinaus sollte der neue Pfarrer «Bestehendes pflegen und Neues wagen». Und das, so Karin Sameli, seien alles Eigenschaften, die auf Michael Lo Sardo zuträfen.

Ja zur Pfarrhaussanierung

Im Zusammenhang mit dem Einzug der Familie Lo Sardo ins Pfarrhaus stand auch ein Kreditbegehren für die Renovierung des Pfarrhauses in der Höhe von 120 000 Franken zur Abstimmung an. Sowohl die Pfarrwohnung als auch das Pfarrbüro, das Sekretariat und das Aussenareal mit Gartenanlage seien in einem überholungswürdigen Zustand, erklärten verschiedene Mitglieder der Kirchenvorsteherschaft. Die Versammlung sagte grossmehrheitlich Ja zum Kreditbegehren.

Für das Geld werden unter anderem das Badezimmer in der Pfarrwohnung ersetzt, der Arbeitsplatz des Pfarrers neu gestaltet, das Sekretariat neu eingerichtet und der Sitzplatz südlich des Pfarrhauses wieder in Schuss gebracht.

Der Steuerfuss von 18 Prozent muss durch die vorgesehenen Renovierungskosten nicht erhöht werden. Die Sanierung soll bis zum 1. April abgeschlossen sein, so dass die Familie Lo Sardo bei Dienstantritt ein schmuckes Heim vorfinden wird.

Zurzeit noch in Ellikon

Pfarrer Lo Sardo wohnt mit seiner Familie zurzeit noch in Ellikon an der Thur, wo der Pfarrer auch arbeitet. Die Pfarrwahl war nötig geworden, weil Pfarrer Christian Scharpf die Stelle im Herbst 2010 verlassen hatte.