Peter Stäckers kultureller Cocktail

Der diesjährige Ausstellungszyklus in der Galerie Stäcker bringt ein Wiedersehen mit alten Bekannten, stellt aber auch Künstler vor, deren Werke erstmals in Bischofszell zu sehen sind.

Georg Stelzner
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Peter Stäcker mit einem Bild von Alban Welti. (Bild: Georg Stelzner)

Peter Stäcker mit einem Bild von Alban Welti. (Bild: Georg Stelzner)

BISCHOFSZELL. Peter Stäcker feiert in diesem Jahr ein Jubiläum: Zum 20. Mal hat er einen Ausstellungszyklus gestaltet, doch diesen Umstand gross herauszustreichen, würde seinem Naturell widersprechen. Wie in der Vergangenheit möchte der umtriebige Galerist Taten sprechen lassen. Für ihn heisst das, dem kunstinteressierten Publikum ein möglichst breites Spektrum an Stilrichtungen zu präsentieren. «Ich habe nach wie vor Freude an meinem Beruf und denke nicht ans Aufhören», betont der 67-Jährige.

Von Katzen und Hühnern

Eröffnet wird die Ausstellungssaison am 25. März von einem Trio: Dede Moser aus Brione, Alban Welti aus Berikon und Martin Stüssi aus Teufen. Bis 16. April sind Bilder (Aquarell, Öl) und Figuren (Draht, Holz, Keramik) zum Thema «Katzen und Federvieh» zu sehen. «Ich wollte diese Tiere unbedingt einmal zusammenbringen», sagt Stäcker. «Das wird eine originelle Sache; eine Ausstellung mit Augenzwinkern, die zum Schmunzeln animiert.

» Stäcker freut sich auch, mit Stüssi gleich zu Beginn einen neuen Künstler begrüssen zu dürfen.

Hommage an Rosenwoche

Tradition hat der Beitrag an die Bischofszeller Rosen- und Kulturwoche. Vom 17. Juni bis 9. Juli zeigen diverse Künstler an der Neugasse 2 Rosenbilder in verschiedenen Techniken. Das Publikum darf sich auf Aquarelle von Alban Welti, Ernst Egger aus Weinfelden und Daniel Schelling aus St. Gallen sowie auf Seidenbilder von Heidi Kernen aus Elgg freuen.

Jährlich eine Ausstellung speziell dem Thema «Rosen» zu widmen, habe sich bewährt, sagt Stäcker.

Fortgesetzt wird die Saison mit der Ausstellung von Annette Grunert. Die Künstlerin aus Frasnacht stellt erstmals in Peter Stäckers Galerie aus. Die Oberthurgauerin zeigt Impressionen in Mischtechniken auf Papier und Plexiglas, wobei sie Pigment- und Tuschfarben verwendet. «Es sind mehrheitlich abstrakte Bilder, die vor allem durch die Farben wirken», erklärt der Galerist.

Er habe sich bewusst für diese Künstlerin entschieden, da ihre Werke einen interessanten Kontrast zu den übrigen Ausstellern bilden. Annette Grunert stellt ihr Kunstschaffen vom 2. bis 24. September vor.

Gedanken artikulieren

Abgeschlossen wird der Zyklus mit Otto Forster. Auch für ihn bedeutet die Ausstellung in der Galerie Stäcker eine Premiere. Der Künstler aus St. Gallen bevorzugt Aquarelle, arbeitet aber auch viel mit Ölkreide.

Details sind für ihn sekundär; die Bilder sollen auf den Betrachter durch Witz und Eigenständigkeit wirken. Diesen Effekt erzielt Forster, indem er verschiedene Elemente auf die Leinwand aufklebt und dem Bild dadurch einen fast plastischen Charakter verleiht. «Der Künstler hält in seinen Werken persönliche Erlebnisse und Gedanken fest», weiss Stäcker. Die vierte und letzte Ausstellung im Jahr 2011 dauert vom 11. November bis 3. Dezember.