Pastoralraum aus der Taufe gehoben

ALTNAU. Es ist vollbracht: Der Pastoralraum Region Altnau wurde eingeweiht. Mit Gottesdienst, Duftrosen-Strauch, selbstgemachtem Pastoralraum-Käse und einer bunten Chilbi zelebrierten Behörden und Gläubige diesen festlichen Anlass.

Hanna Mauder Wick
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Seelsorgeverbands-Präsidentin Brigitta Rölli und Bischof Felix Gmür pflanzen einen Rosenstrauch. (Bild: Hana Mauder Wick)

Seelsorgeverbands-Präsidentin Brigitta Rölli und Bischof Felix Gmür pflanzen einen Rosenstrauch. (Bild: Hana Mauder Wick)

Die Kirchgänger rückten in der katholischen Kirche Altnau eng zusammen. Sie wollten den feierlichen Gottesdienst mit Bischof Felix Gmür nicht verpassen. Kein Tag wie jeder andere: Die Errichtung des Pastoralraums setzt einen Punkt unter ein Jahr der Vorbereitung.

Menschen im Blick behalten

Der Bischof legte den Anwesenden ans Herz, den Menschen im Blick zu behalten. «Mit einer Optik, die nicht einengt, sondern öffnet.» Der bisherige Seelsorgeverband sei in seiner neuen Form zu Papier gebracht, fuhr er fort. «Nicht um stehen zu bleiben. Sondern um sich zu entwickeln.» In einer feierlichen Zeremonie überreichte der Bischof das Errichtungsdekret und setzte Matthias Loretan als Pastoralraum-Leiter und Erich Häring als leitenden Priester ein. Als roter Faden zog sich das Bild des Rosenbaums durch den Gottesdienst. Leute aus dem Seelsorgeverband sprachen Fürbitten und überreichten Präsente mit Symbolcharakter – vom Dünger bis zur Giesskanne – zusammen mit vielen guten Wünschen.

Vor der Kirche mündete der feierliche Akt der Pastoralraum-Errichtung im fröhlichen Miteinander. «Das Wetter meint es noch nicht gut mit uns», sagte Brigitta Rölli. Als OK-Leiterin der Chilbi wagte sie ab und an einen Blick auf die Wetter-App. «Aber es wird besser.» Sie sollte recht behalten. Das Mittagessen nahmen die Gäste unter dem schützenden Dach des Martinshauses ein. Aber pünktlich zur Pflanzung des Rosenstockes durch Bischof Felix Gmür wagte sich die Sonne hervor. Mit geschickten Händen packte der Bischof den Spaten, hob Erde aus und setzte gemeinsam mit der Präsidentin des Seelsorgeverbandes einen Duftrosen-Busch in die Rabatte. «Er ist pfirsichfarben und duftet herrlich», lobte Felix Gmür. «Hoffentlich gedeiht er gut.»

Seifenblasen als Hingucker

Herzhaft ging es auf dem Oberdorfplatz zu und her. «Die Chilbi steht nicht nur den Kirchgängern offen», betonte Brigitta Rölli. Da gab es allerhand zu sehen und zu erleben: Nägel herstellen, am Glücksrad drehen, auf dem Karussell sitzen, beim Müslispiel punkten oder einfach das bunte Treiben auf sich wirken lassen: Die Chilbi bot für jeden Besucher etwas.

Als echter Hingucker entpuppten sich zum Beispiel die Riesen-Seifenblasen. Es ist eine Spezialmischung. «Ich kam mir gestern beim Zubereiten vor wie eine Zauberin», schmunzelte Bubble-Verantwortliche Esther Wattinger. Nur wenige Schritte weiter machte derweil Käser Werner Knöpfli Feuer unter dem Kessel: Aus 80 Litern Milch stellte er auf dem Dorfplatz den Pastoralraum-Käse her. «Ich brauche 32 Grad, bevor ich das Lab beifügen kann», erklärte er. Wettbewerbs-Gewinner erhalten nach ungefähr drei Monaten ein Stück aus dem circa Acht-Kilo-Laib. Ein Tag zwischen feierlichem Ernst und fröhlichem Miteinander: «Es ist ein wichtiger Tag und ein Fest für uns alle», freute sich Britta Rölli.