Parkhäuser haben Zukunft

KREUZLINGEN. Der neue Kreuzlinger Stadtrat erklärt, was er in den nächsten vier Jahren erreichen will. Ein Projekt, das aus dem Pflichtprogramm heraussticht, ist der Bau eines Park & Ride am Hafenbahnhof.

Martina Eggenberger Lenz
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Der Gesamtstadtrat an einem Tisch: Thomas Beringer, Barbara Kern, Andreas Netzle, Dorena Raggenbass und Ernst Zülle. (Bild: Donato Caspari)

Der Gesamtstadtrat an einem Tisch: Thomas Beringer, Barbara Kern, Andreas Netzle, Dorena Raggenbass und Ernst Zülle. (Bild: Donato Caspari)

Gleich drei neue Parkhäuser sollen in nächster Zeit in der Stadt gebaut werden: das ewig geplante beim zukünftigen Stadthaus am Bärenplatz, das ebenfalls lange versprochene Parkhaus an der Seestrasse vor dem Grenzübergang Klein Venedig und ein weiteres auf der SBB-Parzelle zwischen dem Hafenbahnhof und der Campus-Heizzentrale. Der neue Stadtrat Thomas Beringer machte letztere Idee gestern publik. Verhandlungen mit der Bahn seien bereits weit fortgeschritten. Und das Parkhaus Seestrasse stehe kurz vor dem Durchbruch. Beringer hofft auf den Spatenstich 2016. Die neue Infrastruktur soll den Platz am Schifffahrtshafen entlasten.

Die leeren Läden beleben

Ansonsten gab es an der Medienkonferenz zu den Legislaturzielen der Exekutive kaum Überraschendes. Stadtpräsident Andreas Netzle nimmt sich der SP-Forderung nach bezahlbarem Wohnraum an, er will eine Nutzungsstrategie für leerstehende Gewerbeflächen entwickeln und die Revision der Gemeindeordnung umsetzen – wobei hier der Gemeinderat das Sagen hat.

Barbara Kern, Soziales, legt den Fokus auf die wachsende ältere Generation. Sie will eine entsprechende Fachstelle einrichten. Ausgebaut werden sollen die Sozialberatung und das Arbeitsintegrationsprojekt, «präventive Massnahmen, um Kosten in der Sozialhilfe zu vermeiden».

Kultur in der Warteschleife

Dorena Raggenbass, Gesellschaft, nennt als erstes Ziel die Einführung der Schule mit Tagesstrukturen. Dieses Projekt wurde von der Schulbehörde initiiert. Die Departementsvorsteherin erwähnt weiter den Umbau des Schiesser-Gebäudes mit einer Mischnutzung für Kultur und Gewerbe. Dies werde aber erst passieren, wenn Sportschule und ISKK in ihren Neubau umziehen können. Ein dritter wichtiger Punkt für Raggenbass ist die Erstellung eines regionalen Sport- und Freizeitanlagen-Konzepts. Im Ressort Bau müssen der kommunale Richtplan und das Baureglement überarbeitet werden. Die Prognose des Kantons sagt Kreuzlingen 28 000 Einwohner im Jahr 2040 voraus. Für die neuen Einwohner muss Platz geschaffen werden. «Der Fokus liegt klar auf der inneren Verdichtung», sagt Stadtrat Ernst Zülle. Umgesetzt werden Massnahmen aus dem Agglo-Programm, zum Beispiel die Neugestaltung der Romanshornerstrasse. Ein weiteres Projekt ist der Ausbau des Regionalen Abfall-Annahmezentrums RAZ. Im Bereich Hochwasserschutz stehen die Öffnungen des Chogebachs im Bereich Camping und des Schoderbachs vor der Grenze in Emmishofen an.

Schwimmhalle nach 2019

Thomas Beringer, zuständig für Dienste, erwähnt noch die Erweiterung des Werkhofs der Technischen Betriebe auf dem Spiegel-Areal und die Einführung eines Parkleitsystems.

Investieren will der Stadtrat bekanntlich in das neue Stadthaus mit Festwiese, die Erweiterung des Bushofes steht wieder auf der Agenda. Beim Bau der Spange Süd verweist man auf den Kanton. Erst nach 2019 wird laut Stadtrat der Bau einer Schwimmhalle wieder ein Thema. Ebenfalls erst dann steht die Verlegung der Sportplätze ins Döbeli oder Seezelg an.