Papiermode auf dem Laufsteg

Modeschau, Powerdrink und Haushaltsparcours: Die Fachschaft Hauswirtschaft des Gewerblichen Bildungszentrums Weinfelden begrüsste die Gäste am Internationalen Tag der Hauswirtschaft mit einem abwechslungsreichen Programm.

Ursi Vetter
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Sara Staub stolziert mit ihrem Papierkleid über den Laufsteg. (Bild: Ursi Vetter)

Sara Staub stolziert mit ihrem Papierkleid über den Laufsteg. (Bild: Ursi Vetter)

WEINFELDEN. «Ohne Hauswirtschaft läuft nichts.» Mit diesen Worten begrüsste Erika Gugg, Leiterin der Fachschaft Hauswirtschaft am Berufsbildungszentrum in Weinfelden, die rund 80 Gäste. Im Rahmen des Internationalen Tages der Hauswirtschaft organisierte das Gewerbliche Bildungszentrum Weinfelden am Donnerstag einen Einblick in die Ausbildung zur Fachfrau beziehungsweise zum Fachmann Hauswirtschaft. Dank eines sehr guten Teams sowie den Schülerinnen und Schülern sei es möglich gewesen, diesen vielfältig zu gestalten, sagte Erika Gugg.

Mode aus Papier

Die Schülerinnen und Schüler des Brückenangebots haben sich für diesen Tag zusammen mit ihren Lehrkräften etwas Besonderes einfallen lassen. An Weihnachten fiel der Startschuss zum Kleider herstellen aus Papier. Entstanden sind peppige Kleider und Accessoires, welche die jungen Frauen auf dem Laufsteg präsentierten. Mit poetischen Einlagen trug Christoph Sutter seinen Teil zu einem gelungenen Auftritt bei. «Bei diesem Projekt haben die Schülerinnen und Schüler gelernt durchzuhalten», sagte Lehrerin Vreni Steinmann.

Ob man im Haushalt fit ist und die notwendigen Kompetenzen besitzt, konnten die Besucherinnen und Besucher auf einem originellen Parcours mit einer Selbstreflexion erfahren. Der Parcours umfasste die vier hauswirtschaftlichen Themen Waschen, kreatives Gestalten, Kochen und Ernährung sowie Nachhaltigkeit.

Bildung für das Leben

Bildung in der Hauswirtschaft sei Bildung für das Leben, betonte Willi Spring, Rektor des Gewerblichen Bildungszentrums Weinfelden. Die Hauswirtschaft habe ein selbstbewusstes Profil und sei gut im Bildungszentrum integriert. Da die Hauswirtschaft Grundlage der Wirtschaft ist, brauche es diesen internationalen Tag der Hauswirtschaft.

In der dreijährigen Ausbildung zur Fachfrau Hauswirtschaft wird nach dem Lehrplan 21 ausgebildet. Man spricht nicht mehr von Lernzielen sondern von Kompetenzen. «Die Ausbildung zur Fachfrau oder zum Fachmann Hauswirtschaft verspricht eine goldene Zukunft», sagte Spring. «Durch das wachsende Angebot an Seniorenheimen, Mittagstischen und Kindertagesstätten sind gutausgebildete Leute in diesem Bereich extrem gefragt.»

Brückenangebote und Kurse

Nebst dieser Ausbildung bietet das Gewerbliche Bildungszentrum Weinfelden auch das Brückenangebot und Kurse in der Erwachsenenbildung an. Diese Ausbildungen fördern die Alltagskompetenzen. «Sie sind eine Investition in unser Leben», sagte der Rektor. «Die Kursteilnehmer eignen sich Fähigkeiten an, die sie im Alltag gut brauchen können.»

Verena Herzog, Mitglied des Fachausschusses Hauswirtschaft und Nationalrätin für die SVP, betonte: «Mit der Familie lebt die Gesellschaft, ohne sie stirbt sie.» Sie erachte es als ungesund, wenn die Verantwortung dem Staat übergeben werde.

Drei wichtige Dinge für Kinder

Jedes Kind brauche drei Dinge zum Leben, sagte Herzog. «Nämlich eine Aufgabe zum Wachsen, Vorbilder um sich zu orientieren und eine Gemeinschaft, in der es sich aufgehoben fühlt.» Dank des einzigartigen dualen Bildungssystems hätten die Jugendlichen in der Schweiz eine sehr gute Ausgangslage. Zum Abschluss konnten sich die Gäste bei einem reichhaltigen Apéro von den positiven Aspekten gekonnter Hauswirtschaft überzeugen. Die Schülerinnen und Schüler servierten einen selbstgemachten Powerdrink.

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