Papier sollte nicht mehr ausgehen

Die Badegäste dürfen sich auf verbesserte sanitäre Anlagen im Freibad Hörnli freuen. Am Samstag geht die Saison los. Die Tagespreise steigen um einen Franken, dafür können Berufstätige abends günstiger schwimmen.

Nicole D'orazio
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Trotzen den Schneeflocken: Die Hörnli-Mitarbeiter Lucia Hehli, Dominique Assire, Georg Vesper, Enrique Maceda (vorne) und Mathieu Assire. (Bild: Reto Martin)

Trotzen den Schneeflocken: Die Hörnli-Mitarbeiter Lucia Hehli, Dominique Assire, Georg Vesper, Enrique Maceda (vorne) und Mathieu Assire. (Bild: Reto Martin)

KREUZLINGEN. In die Badehose schlüpfen mag derzeit niemand. Das Freibad Hörnli in Kreuzlingen eröffnet am kommenden Samstag dennoch die Saison. «Lieber es schneit jetzt als im Mai», sagt Beat Schlatter, Vizepräsident der Genossenschaft Schwimmbad Hörnli, an der gestrigen Medieninformation. Das Personal freut sich jedenfalls auf die neue Saison. «Wir sind bereit, auch wenn das Wetter gerade nicht mitmacht», sagt Chefbademeister Dominique Assire. Er darf auf das gleiche Team wie letztes Jahr zählen und ist froh darüber. «Wir sind wie eine Familie. So macht Arbeiten Spass.» Auch die Zusammenarbeit mit der Stadt und der Genossenschaft verlaufe sehr gut.

Nelly Bolliger, die den Kiosk führt, probiert es dieses Jahr nochmals mit einem Menu an den Wochenenden. «Wir haben vor zwei, drei Jahren schon einmal eines angeboten, die Nachfrage war aber eher klein.» Sie werde allerdings nicht vor Ort kochen, sondern könne die Mahlzeiten von der «Seeburg», die von ihrem Sohn geführt wird, liefern lassen.

In den letzten Jahren seien die sanitären Anlagen von den Gästen bemängelt worden, sagt Ruedi Wolfender, Leiter des städtischen Departements Gesellschaft. «Wir haben uns nun darum gekümmert.»

Mehr WCs und Duschen

Die Duschen der Frauen und Männer seien nun räumlich weiter getrennt. «Wir haben in den bestehenden Räumen den Platz bestens ausgenutzt und sowohl mehr Duschen wie mehr Toiletten eingebaut», sagt Wolfender. Zudem habe man neue Toilettenpapierspender montiert. In diesen hätte die kleinere Rolle, die in Gebrauch sei, sowie eine neue Platz. «So sollte das Papier nicht mehr ausgehen und kann besser gemanagt werden.»

Den Gästen stehen auch 18 neue Mietkabinen zur Verfügung. Diese seien doppelt so gross wie die alten und ideal für Familien. «Das schlägt sich leicht im Preis nieder. Die alten Kabinen kosten 80 Franken für die ganze Saison, die neuen 110 Franken», sagt Wolfender.

Bessere Wasserqualität

Beim Erlebnisbecken wurde die Technik aufgerüstet. «Der Chlorgehalt kann nun direkt gemessen werden. So können wir schneller reagieren. Das steigert die Wasserqualität», erklärt Kurt Kasper, der Technikverantwortliche. Für Hartgesottene findet am Samstag, 11 Uhr, die traditionelle «Anrutschete» statt.