PANZERTREFFEN: Panzer rattern durch die Kiesgrube

Die erstmalige Austragung des Panzer- und Armeefahrzeugtreffens in Bürglen war ein voller Erfolg. Von Samstag bis Montag kamen weit mehr als die erhofften 5000 Gäste aufs Gelände der Strabag AG. Gestern feierte dort auch die Politische Gemeinde Bürglen ihre Bundesfeier.

Mario Testa
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OK-Chef Heinz Nater steuert eine Panzerhaubitze M-109 durch die Bürgler Kiesgrube. Den Passagieren gefällt die rasante Berg- und Talfahrt. (Bild: Mario Testa)

OK-Chef Heinz Nater steuert eine Panzerhaubitze M-109 durch die Bürgler Kiesgrube. Den Passagieren gefällt die rasante Berg- und Talfahrt. (Bild: Mario Testa)

BÜRGLEN. Stahlungetüme in Olivgrün standen die vergangenen drei Tage lang im Fokus der vielen Besucher in der Bürgler Kiesgrube. 17 Panzer und über 80 Armeefahrzeuge konnten die Gäste bestaunen und mit etwas Geduld auch einen heissen Ritt auf einem der Panzer unternehmen. «Wir haben am Samstag und Sonntag fast 1000 Passagierfahrten mit den Panzern absolviert. Das Interesse war sehr gross, gerade auch die Kinder hatten sichtlich Freude an den rasanten Fahrten», sagt OK-Präsident Heinz Nater, der zwischenzeitlich gleich selbst an den Steuerhebeln seiner Panzerhaubitze M-109 sass und über die Piste bretterte.

Für das Panzertreffen hat Strabag-Bereichsleiter Alex Frigoli mit seinen Mitarbeitern extra eine Piste in der Kiesgrube präpariert. So donnerten die tonnenschweren Panzer zuerst zügig geradeaus, zwischendurch steil eine Kuppe hoch und dann wieder stotzig runter. Gut festhalten mussten sich die Passagiere beim holprigen Ritt, alle bekamen für die Fahrt auch einen Helm aufgesetzt. «Wir sind mit dem Verlauf des Anlasses und dem Publikumsaufmarsch mehr als zufrieden. Alles verlief fröhlich und friedlich, und es gab keine Unfälle», sagt Heinz Nater.

Zahlreiche Besucher kamen ans Panzertreffen nach Bürglen. (Bild: Mario Testa)
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Zahlreiche Besucher kamen ans Panzertreffen nach Bürglen. (Bild: Mario Testa)
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Zahlreiche Besucher kamen ans Panzertreffen nach Bürglen. (Bild: Mario Testa)
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Zahlreiche Besucher kamen ans Panzertreffen nach Bürglen. (Bild: Mario Testa)
Zahlreiche Besucher kamen ans Panzertreffen nach Bürglen. (Bild: Mario Testa)

Zahlreiche Besucher kamen ans Panzertreffen nach Bürglen. (Bild: Mario Testa)

Vergangenheit und Gegenwart

Neben den Fahrten mit den Panzern gab es für die Besucher auch viel zu entdecken am Treffen. In einem Camp auf einer grossen Wiese präsentierten rund 80 Besitzer ihre Armeefahrzeuge: diverse Jeeps, kleine Raupenfahrzeuge und grosse Lastwagen aus den unterschiedlichsten Ländern reihten sie auf. Nebst diesen meist historischen Fahrzeugen präsentierte die Kreuzlinger Firma Mowag auch ihre neuesten Entwicklungen. Das Interesse an den mit dicken Stahlplatten besetzten Eagles und am Radpanzer Piranha war rege. Gross und klein durfte sich – natürlich ohne Zündschlüssel – hinters Steuer oder in den stählernen Bauch der Ungetüme setzen und so einmal die Perspektive aus einem Fahrzeug geniessen, dem auch der Beschuss mit Sturmgewehren und explodierende Minen nicht viel anhaben können. «Wir simulieren am Computer die möglichen Bedrohungen, lassen die Panzerung jeweils aber auch mit echten Sprengungen testen – die meisten Kunden verlangen das», antwortet Mowag-Verkaufsleiter Urs Engeli auf eine Frage eines Besuchers. Auch die Kosten der Fahrzeuge mit einer Spanne von 700 000 bis zu zwei Millionen Franken gab er preis. An der samstäglichen Führung mit den geladenen Gästen, unter ihnen Grossratspräsident Gallus Müller, ergriff auch Stefano Sigrist das Wort. Der Militärpilot war aus dem Tessin mit einem modernen EC635-Helikopter der Schweizer Armee angeflogen, um ihn in Bürglen zu präsentieren. «Die Armee hat 20 solche Helikopter. Sie dienen dem Transport und der Schulung der Piloten. Zwei sind mit Klimaanlage und Ledersitzen ausgestattet – mit ihnen werden zum Beispiel Bundesräte geflogen.»

«Eine Bereicherung für Bürglen»

Um trotz der vielen Besucher und der ratternden Panzer die Anwohner möglichst wenig zu stören, mussten die Organisatoren vom Verein Panzertreffen Thurgau der Gemeinde ein Verkehrs- und Sicherheitskonzept vorlegen. «Wir sind hier in einer Spezialzone, in der solche Veranstaltungen durchgeführt werden können. Aber sie stösst an eine Wohnzone, und deshalb achten wir auf den Schutz für die Anwohner», sagt Gemeindepräsident Erich Baumann. «Für unsere Gemeinde ist dieser Anlass eine Bereicherung. Zudem ist er nicht kommerziell und nur dank des grossen Engagements der vielen Helfer möglich.»

Aufgrund des Erfolgs der diesjährigen Premiere haben die Organisatoren bereits gestern beschlossen, das Panzer- und Armeefahrzeugtreffen in Bürglen in zwei Jahren erneut durchzuführen. «Wir erfahren grosse Unterstützung. Im Thurgau machen alle mit, wenn es um die Armee geht», sagt Heinz Nater. «Das freut mich sehr, und darum machen wir gerne weiter.»