Ohne Anmeldung geht gar nichts

Die Wega-Fonduebeiz im Haffterkeller ist eine Erfolgsgeschichte. Am Mittwochabend waren die 180 Plätze bereits alle besetzt.

Rudolf Steiner
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Der «Mittwochclub» lässt sich das Fondue im Haffterkeller schmecken. (Bild: Rudolf Steiner)

Der «Mittwochclub» lässt sich das Fondue im Haffterkeller schmecken. (Bild: Rudolf Steiner)

WEINFELDEN. Der Fonduekeller an der Wega scheint eine unendliche Erfolgsstory zu sein. Wie lange es die Fonduebeiz im Haffterkeller schon gibt, wusste aber am Mittwochabend keiner so genau. «Schon mehr als 50 Jahre», sagt Wega-Präsident Heinz Schadegg, der zusammen mit Berufskollegen vom Verband Thurgauer Schreiner die gemütliche Stimmung im Haffterkeller genoss.

Langjährige Mitarbeiter

180 Plätze an 30 Tischen gibt es in der Fonduebeiz. Bereits am ersten Abend sind alle Plätze besetzt. «Ohne Anmeldung ist es fast nicht möglich, noch einen Platz zu ergattern», sagt Myrtha Schümperli aus Bürglen. Sie ist die Chefin. Mit ihr versuchen 16 Helferinnen und Helfer dem Ansturm an den fünf Messetagen standzuhalten. Sie macht den Job bereits seit 28 Jahren, die ersten fünf Jahre war sie im Service tätig und seit 1990 ist sie die Chefin. Noch länger dabei ist Moni Kellenberger aus Frauenfeld, für sie ist es bereits die 33. Wega im Haffterkeller.

Käse aus dem Fachgeschäft

Obwohl alle Tische besetzt sind, geht es am ersten Abend noch relativ gemütlich zu und her. Bis gegen 23 Uhr werden 297 Portionen serviert, das sind etwa 60 Kilo Käse. Nicht aus dem Alubeutel, denn jedes einzelne Fondue wird traditionell zubereitet, wie die Küchengehilfinnen betonen. Und zwar mit Käse vom hiesigen Spezialgeschäft an der Rathausstrasse.

Einfach dem Geruch folgen

Die gemütliche Ambiance zu schätzen wissen auch Rita, Stefan, Mario, Nadia, Jörg, Thomas und Daniel. Sie treffen sich normalerweise jeden Mittwoch an der Billardbar im Firehouse und nennen sich deshalb auch «Mittwochclub». «Seit vier Jahren treffen wir uns aber während der Wega immer am ersten Abend im Fonduekeller», erklärt Rita Hubmann aus Hosenruck. Jeden Mittwoch hat sie Ausgang, und ihr Mann hütet dann zu Hause die beiden kleinen Kinder.

Obwohl etwas abseits des Ausstellungsgeländes gelegen, ist der Fonduekeller an der Frauenfelderstrasse 8 nicht zu verfehlen. Einerseits ist der Standort mit Wegweisern unübersehbar beschildert, andererseits findet man ihn auch, wenn man einfach dem Käsegeruch folgt, der einen in den Haffterkeller lockt.

Täglich tausend Portionen

Um das anvisierte Ziel von gegen 1000 Kilo verzehrten Käses in den fünf Tagen – das sind immerhin rund tausend Portionen täglich – zu erreichen, hoffen die Organisatoren, dass bis Montagabend möglichst vielen Wega-Besuchern und -Besucherinnen der typische Käsegeruch in die Nase steigt und sie sich die 24 Stufen auf der Steintreppe in den Haffterkeller hinunter wagen.