Offiziere sollen Druck machen

Tadellose Führungsarbeit leisten und sich gleichzeitig für eine gut ausgerüstete Armee einsetzen. Dafür plädiert Thomas Hugentobler als Präsident der Offiziersgesellschaft Bodensee.

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tägerwilen. Es fehlten eine strategische sicherheitspolitische Standortbestimmung für die Schweiz und ein klärender Armeebericht, stellte Hugentobler zum Auftakt der Generalversammlung im Schloss Brunnegg fest. Er hoffe auf einen echten Wendepunkt bei der Weiterentwicklung der Armee und zog drei Schlussfolgerungen.

Es sei notwendiger denn je, dass die ausgezeichnete Arbeit in den Truppendiensten als Fundament einer glaubwürdigen Armee fortgeführt werde.

Zweitens müsse es der Armeeführung endlich gelingen, bei der Mängelbearbeitung einen Schritt weiterzukommen. Drittens soll der Druck auf das Parlament, den Bundesrat und die Armeeführung aufrechterhalten werden, dass eine zukunftsgerichtete, bedrohungsgerechte Sicherheitspolitik und eine entsprechend ausgerichtete Armee geschaffen würden.

Gegen falsche Bilder und Vorstellungen wandte sich auch der Gastreferent, Brigadier Daniel Lätsch. Man könne vor allem nicht mit alten Bildern eine neue Armee gründen, sagte der Kommandant der Militärakademie ETHZ. Die ausserhalb Europas liegende Bedrohungslinie, die grössere Bedeutung der Luftstreitkräfte und die Tendenz zum Krieg im überbauten Gebiet hätten Konsequenzen für die moderne Verteidigung.

Um die 300 Mitglieder der Offiziersgesellschaft Bodensee besser zu vernetzen, wurde ein internetgestütztes Werkzeug, das OGB-Net, geschaffen. Verschiedene Vorträge und Bildungs- sowie gesellschaftliche Veranstaltungen, aber auch das regelmässige Korbballspiel in der Wehrliturnhalle in Kreuzlingen gehören zum neuen Jahresprogramm.

Neu in den Vorstand gewählt wurde Fabian Stuber aus Müllheim. Der übrige Vorstand wurde in globo bestätigt. (msi)