Offener Brief an Gemeinderat

KREUZLINGEN. Der Entscheid des Gemeinderates, die Teuerung bei Altersrenten von städtischen Angestellten nicht auszugleichen, stösst auf Kritik.

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Paul Sonderegger Mitglied der ehemaligen Pensionskassenkommission (Bild: Quelle)

Paul Sonderegger Mitglied der ehemaligen Pensionskassenkommission (Bild: Quelle)

Kreuzlingen. «Mit grossem Befremden und Unverständnis habe ich von Ihrem Entscheid Kenntnis nehmen müssen», schreibt Paul Sonderegger. Als Mitglied der ehemaligen Pensionskassenkommission – der Finanzchef der Schule Kreuzlingen sass dort als Arbeitgebervertreter der Schule – wendet er sich mittels eines offenen Briefes an die Kreuzlinger Gemeinderäte und auch gleich an die Medien.

Stadt landete nicht im Ruin

Mit 18 Nein- zu 17 Ja-Stimmen bei einer Enthaltung kippte der Gemeinderat am letzten Donnerstag den Kredit von 140 000 Franken für den Teuerungsausgleich der Altersrenten der städtischen Angestellten. Sonderegger fragt sich, wieso es für den Gemeinderat noch 2003 kein Problem gewesen sei, den Teuerungsausgleich zu übernehmen, «um heute dann zu erklären, solche Garantien könnten nicht gegeben werden». Jahrelang sei dies problemlos möglich gewesen, ohne dass es die Stadt oder die Schule in den Ruin getrieben hätte. Er erinnert, dass der Wechsel der Pensionskasse, welcher 2006 beschlossen wurde, ohne die Zusage, dass der Teuerungsausgleich übernommen werde, nicht so schnell möglich gewesen wäre.

Ein Affront gegen die Mitarbeiter

«Dass Sie jetzt mit zusätzlichen Abstrichen bei den Leistungen aufwarten, ist ein Affront gegenüber Ihren ehemaligen Mitarbeitern.» (ubr)