Obstgarten am Hörnliberg wächst und gedeiht

KREUZLINGEN. Der Richtplan Seeburgareal der Stadt Kreuzlingen sieht für das Gebiet Hörnliberg zwischen Jugendherberge und Seemuseum die Einrichtung eines Hochstammobstgartens vor.

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KREUZLINGEN. Der Richtplan Seeburgareal der Stadt Kreuzlingen sieht für das Gebiet Hörnliberg zwischen Jugendherberge und Seemuseum die Einrichtung eines Hochstammobstgartens vor. Auf dieser Parzelle, die sich im Eigentum der Stadt befindet, sollen selten gewordene Apfel- und Birnensorten sowie Nuss-, Kirsch- und Zwetschgensorten erhalten werden. Der bestehende Ansatz eines Obstgartens wurde ihm Rahmen des Interreg-IV-Projektes «Förderung seltener Obstgarten-Vogelarten» seit Frühjahr 2011 ergänzt.

Wegen Mäusebefalls verzögert

Seither wurden über 50 Bäume gepflanzt, wobei es sich um regionale Spezialitäten aus der Ostschweiz mit klingenden Namen wie «Trischeläbere», «Mannenbacher» oder «Affelträngler» handelt. Die meisten dieser Sorten sind im Handel nicht erhältlich und wurden extra angezogen. Offenbar sind die alten Sorten auch bei den Mäusen beliebt: Rund 30 Jungbäume haben die Nager vernichtet. Sie müssen neu angezogen werden. Dadurch wird die vollständige Pflanzung zeitlich verzögert. Voraussichtlich im Frühjahr 2015 können die Obstbäume gepflanzt werden. Die Pflege der Bäume erfolgt durch den Pächter der Fläche.

Wichtiger Lebensraum

Verschiedene gefährdete Vogelarten wie Wiedehopf oder Gartenrotschwanz sind auf Hochstammobstgärten als Lebensraum angewiesen. Mit dem Verschwinden vieler dieser Bäume sind auch die Vogelarten zurückgegangen. Sie stehen alle auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Tierarten. In den Astlöchern und Stammhöhlen finden zudem Fledermäuse Unterschlupf. Etwa 1000 Arten von Insekten und Spinnentieren kommen ebenfalls in Obstgärten vor. (red.)