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OBERAACH: Hier gilt der olympische Gedanke

Der Maskenball der Turnvereine gehört zu den traditionsreichsten im Thurgau. Doch nicht nur das. Die Veranstaltung erweist sich auch Jahr für Jahr als wahrer Publikumsmagnet. Narrenvolk aus nah und fern findet sich in der Halle ein.
Chris Marty
Die Maskenballbesucher geniessen die ausgelassene Stimmung in der Turnhalle von Oberaach. (Bilder: tgplus.ch/ Chris Marty)

Die Maskenballbesucher geniessen die ausgelassene Stimmung in der Turnhalle von Oberaach. (Bilder: tgplus.ch/ Chris Marty)

Chris Marty

amriswil@thurgauerzeitung.ch

Der Oberaacher Maskenball hat Tradition. Wie lange es ihn schon gibt, weiss niemand ganz genau. 50 Jahre sicher, 100 könnten es aber auch sein. In Archiven ist nichts Konkretes auffindbar. Auch Dauerschneefall wie am letzten Samstag kann ihm nichts anhaben: Man muss einfach da gewesen sein! Dabei ist der Anlass nicht der grösste seiner Art, aber sicher der feinste: Ohne mindestens eine rote Pappnase kommt niemand rein.

Das Thema waren heuer die Olympischen Spiele. «Wir haben im OK lange diskutiert, und sind vor anderthalb Jahren zum Schluss gekommen, dass das Motto 2018 mit den gleichzeitigen Spielen in Südkorea passen würde», erzählt OK-Präsident Claude Brunner. Wichtig sei, ergänzt er, dass man sich motto- gerecht verkleiden kann.

Organisiert wird der Maskenball vom DTV und vom TV Oberaach. Während vier Tagen waren rund 100 Leute mit dem Auf- und Abbau beschäftigt. Am Ballabend waren in zwei Schichten 60 Personen im Einsatz. «Zwei Sitzungen des siebenköpfigen Organisationskomitees genügen uns pro Jahr, um den Anlass zum Laufen zu bringen», erklärt Brunner. Gekommen waren am Samstag 600 bis 700 Gäste. Wegen Frau Holle vielleicht ein paar weniger als in anderen Jahre, aber der ausgelassenen, tollen Stimmung tat dies überhaupt keinen Abbruch. Grossen Gefallen am olympischen Gedanken gefunden haben die drei Mädels Simona Kühne, Melanie Geiger und Nadine Zwicki aus dem Kanton St. Gallen. Alle drei spielen Fussball und finden, dass sie dabei goldwürdig wären. Obwohl, Simona stutzt. «Vielleicht wäre es doch eher Marathon», schmunzelt sie. Fasnächtlich im Zweierbob engagiert sich das Team Huser/Wüst mit Sabrina Huser und Melanie Wüst. Melanie lacht: «Aber nach der Fasnacht ziehe ich Tauchen im Bodensee oder auf den Malediven dem kalten Wintersport vor.» Auch Nicolas Roth hat das Bobfahren angesprochen. Er fährt im ausserolympischen Sechserteam Jamaica mit. Im richtigen Leben ist er Landwirt.

Auch die maskenprämierten Simon Ammann, Dario Cologna und Lara Gut sind am Ball, verkörpert durch Stefan Vogel, Roman Frischknecht und Ralf Hug. Stefan, ebenfalls Landwirt, findet: «Ich bin goldwürdig im Rückwärtsfahren!» Auf Du und Du mit Robotern ist Roman. Im Allltag ist er ein Könner im Installieren von Roboterrasenmähern. Ebenfalls fasnächtlich mit der Goldwürdigkeit nimmt es Ralf mit seinem Alltagsmotto «Die schwerste Ladung zählt!» Er ist Spezialist für das Beladen von Lastwagen. Dass am Maskenball auch weit nach Mitternacht der «Pfuus» nicht ausging, dafür sorgten drei Guggenmusiken, sekundiert von DJ SchmiDee.

www.tgplus.ch

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